Ahorn — Alte Fachwerkhäuser haben Charme und zeugen von der Handwerkskunst früherer Baumeister. Aber sie sachgerecht zu erhalten, ist nicht leicht. Der Arbeitskreis Historische Bausubstanz der Initiative Rodachtal bietet deshalb jährlich Lehmbauseminare an. Das diesjährige wird am Samstag, 30. August, in der Alten Schäferei in Ahorn stattfinden (Gerätemuseum des Coburger Landes).
Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Sanierung marode gewordener Lehmfelder in Fachwerkgebäuden, die im Rodachtal noch häufig vorhanden sind und um deren Erhalt der Arbeitskreis sehr bemüht ist. Seminarleiterin Marianne Schreiner zeigt einfache, fachgerechte Möglichkeiten zur Sanierung solcher Fachwerkfelder, die in Eigenleistung möglich ist. Das Seminar bietet am Vormittag theoretischen Einblick in die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Lehm, auch im Neubaubereich mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde.
Am Nachmittag können die Teilnehmer an einer Fachwerkwand einer Scheune des Gerätemuseums den praktischen Umgang mit dem Baustoff Lehm ausprobieren. Neben der Füllung von Gefachen in traditioneller Technik können Lehmsteine hergestellt und vermauert werden.
Eine Brotzeit und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten. Das Seminar kostet 20 Euro, beginnt um 10 Uhr und dauert bis etwa 15 Uhr. Für Kinder ist die Teilnahme kostenlos.
In den vergangenen Jahren stießen die Seminare auch überregional auf großes Interesse, sagt Elfi Arnold vom Tourismusmanagement der Initiative Rodachtal. Die Teilnehmer seien bis aus Sachsen und dem Raum Nürnberg angereist. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, sollten Interessenten sich rasch anmelden: Initiative Rodachtal, Geschäftsstelle, Kirchhofsweg 26, 98663 Ummerstadt, Telefon 0 36 871/30 317, Fax 30318, E-Mail post@initiative-rodachtal.de. Der Arbeitskreis Historische Bausubstanz organisiert auch den Tag des offenen Denkmals im Rodachtal. Informationen dazu gibt's im Internet unter www.rodachtal.info. red