Die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung und die Abwasserbeseitigung waren prägende Themenbereiche beim Bürgergespräch.
Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) streifte Haushaltssituation und Entwicklung der Steuereinnahmen, befasste sich mit den Kindertagesstätten, wo in absehbarer Zeit weitere Krippenplätze vonnöten sein werden, ging auf die Grundschulsanierung ein, wobei sich die Gemeinde um eine vorzeitigen Sanierungsbeginn des Gebäudes bemühen werde. Hümmer hob hervor, dass die Baugebiete und der Bürgerbus in Strössendorf gut angenommen werden. Erfreulich nannte er die Unterstützung für die kleine Sophia Weihermüller, hier kamen rund 11 000 Euro an Spenden zusammen, und das Engagement des "Rentnertrupps" von Strössendorf, dem die Dorfverschönerung und Pflege der Anlagen besondere Anliegen sind.


Kreisverkehr hat Vorteile

Bei der Aussprache erkundigte sich Daniel Domes nach den Verkehrsplanungen auf der Staatsstraße 2191/Mainbrückenkreuzung, wobei Bürgermeister Hümmer auf die Sanierung der Versorgungsleitungen und der Fahrbahndecke im Abschnitt Röhrig bis zur Kreuzung verwies. Auch er vertrete die Auffassung, dass sich dieser Kreuzungsbereich, wie es angedacht sei, vielleicht mit einem Kreisverkehr besser regeln lasse als mit einer Ampel. Christian Mittelstädt fragte wegen der Einbringung möglicher Leerrohre für einen künftigen Glasfaseranschluss nach, wogegen Paul Beuschel und Harry Reichstein die Straßenausbaubeitragssatzung zur Sprache brachten. Sie warfen die Frage auf, weshalb sie in Altenkunstadt erst eingeführt werden musste, wenn sich doch der Landtag sich mit deren Abschaffung befasse. In Strössendorf ergab sich daraus die Situation, dass im Rahmen der Dorferneuerung manche sogar Straßenausbaubeiträge für mehrere Bauabschnitte bezahlen mussten, stellten sie fest.
Die Verwaltung verwies hier auf die Vorgaben der Rechtsaufsicht, wonach die Gemeinde bei baulichen Maßnahmen und wenn Fördermittel beantragt werden, wie beispielsweise beim Ausbau der Langheimer Straße und der Kienmühle, auch die eigene Finanzkraft auszuschöpfen habe, was unter anderem zur Straßenausbaubeitragssatzung führte.
Auch die Kleinkläranlagen für Zeublitz und Spiesberg kamen in die Diskussion. Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling erläuterte, dass sie sich für beide Orte als die wirtschaftlichste Lösung herausgestellt hätten. "Durch das in Strössendorf eingeführte Trennsystem bei der Abwasserentsorgung spart die Gemeinde Altenkunstadt Kosten", wie Bürgermeister Hümmer bestätigte.
Brigitte Mittelstädt wies auf den gegenwärtigen Zustand des Kinderspielplatzes hin, und Peter Hildebrandt regte für den Schlossgarten von Strössendorf einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer an, der nach seiner Auffassung vom Kirchenweg aus geschaffen werden könnte. Zuletzt kamen noch die Leerstände von Wohnungen in Altenkunstadt und die Form der Einladung zum Bürgergespräch zur Sprache.