Christian Licha Bei Vorträgen und an Ständen informierten sich am Sonntag unter dem Motto "Moderne Wohnformen für Jung und Alt" in Zeil zahlreiche interessierte Besucher. Zweiter Bürgermeister Dieter Köpf freute sich, dass die bayernweite Aktionswoche "Zu Hause daheim", an der sich der Landkreis Haßberge erneut beteiligt hat, im Rudolf-Winkler-Haus konkret greifbar und erlebbar geworden sei.

In Kooperation

Landrat Wilhelm Schneider dankte den Initiatoren des Fachtages. Monika Strätz-Stopfer vom Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (Kobe), Kathrin Glaubrecht vom Pflegestützpunkt Haßberge und Benjamin Herrmann von der Gesundheitsregion plus organisierten dank der guten Zusammenarbeit der drei Fachbereiche nicht nur den Informationstag, sondern ermöglichen es auch, dass ein umfassendes Netz an Hilfs- und Unterstützungsangeboten für die Bürger zur Verfügung steht.

Der Informationstag ging unter anderem der Frage nach, wie man durch barrierefreien Wohnraum jeden Lebensabschnitt und jede Lebenssituation selbstbestimmt meistern kann. Um zukunftsfähige Wohnformen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit ging es im Vortrag von Albrecht G. Walter, Architekt aus Bad Neustadt, der einen Überblick darüber gab, wie Senioren in Zukunft wohnen können, um sich zu Hause zu fühlen und sich gleichzeitig gut versorgt zu wissen. Uwe Hauck vom Sanitätshaus Mannl+Hauck GmbH zeigte auf, mit welchen Hilfsmitteln wie zum Beispiel Rampen, Liftern oder Gehhilfen man zu Hause länger selbstständig bleiben kann. Melina Nölp vom Architekturbüro Baur Consult ging auf den barrierefreien Um- oder Neubau von Wohnungen und Häusern ein. Petra Ruß, Pflegeberaterin des Pflegestützpunktes Haßberge, informierte darüber, was die Pflegekasse bei Umbaumaßnahmen zahlen kann. Die Gemeinde Knetzgau beteiligte sich mit dem Thema "Mobilität im Alter", wobei Thomas Zettelmeier das Konzept der Mitfahrbänke vorstellte. Bei "CariFair" des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge, vorgestellt von Angelika Schmidt, wurde aufgezeigt, wie Haushaltshilfen aus Polen vermittelt werden können, die mit guten Deutschkenntnissen und zu fairen Konditionen im Haushalt von Pflegebedürftigen wohnen und arbeiten.