Katharina Müller-Sanke Alte Gemäuer, eine moderne Glasfassade, dazwischen ein paar Liegestühle und ganz vorne eine riesige Leinwand. Das Open-Air-Kinoerlebnis im unteren Hof des Thurnauer Schlosses fügt sich wunderbar in das malerische Ambiente ein.

Gestern Abend fand die erste Vorstellung statt. Zum Auftakt wurde der auch in Thurnau gedrehte Film "The Happy Prince" gezeigt. An einigen Stelle ist das Schloss zu erkennen. Der aufmerksame Zuschauer erahnt das Töpfermuseum, wenn auch nur für Sekunden.

Bis Sonntag werden acht aktuelle Kinofilme gezeigt. "Ein organisatorischer Kraftakt", betont Michael Rinaldi vom Cineplex Bayreuth.

Rinaldi hat durchaus schon Erfahrungen in Sachen Open-Air-Kino, dennoch war er zuletzt ziemlich nervös. "Jede Vorführung unter freiem Himmel ist völlig anders. Im Endeffekt baut man jedes Mal ein neues Kino", sagt er.

Pro Tag sind in Thurnau rund zehn Mitarbeiter im Einsatz. 300 Besucher werden pro Vorführung erwartet. Das Catering übernimmt das Personal der Kulmbacher Gastwirtschaft "Schlössla".

Auch die Rahmenbedingungen sorgten dafür, dass es bis zuletzt spannend blieb. Erst Anfang der Woche wurden die Stühle geliefert und der Schotter eingebracht. Einige Sanierungsarbeiten müssen nach der Kinopremiere noch realisiert werden. Aber der Stress ist quasi schon vergessen. Denn die wichtigen Dinge sind von Anfang an super gelaufen: Binnen kurzer Zeit waren einige Vorstellungen fast komplett ausverkauft (siehe Kasten "Es gibt noch Karten").

Mit der Firma ait Deutschland, dem Wärmepumpenhersteller aus Kasendorf, hat die Gemeinde einen sehr wichtigen Partner an der Seite.

Die Gemeinde Thurnau hat sich um das komplette Drumherum gekümmert: von den Stühlen bis zur Gestaltung.

Das Cineplex verfügt über die Filmrechte und hat extra eine neue, zwölf mal fünf Meter große Leinwand und einen Beamer angeschafft.

Alles deutet also darauf hin, dass das Open Air ein voller Erfolg wird. Und natürlich, dass es auch im nächsten Jahr stattfinden wird. Sowohl Cineplex-Vertreter Michael Rinaldi als auch Bürgermeister Martin Bernreuther rechnen fest mit einer Neuauflage 2019.