Durch eine verbesserte Markierung der Rampen für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen sowie durch weitere Abstellbügel soll die Fahrradparksituation auf dem Erlanger Bahnhofsvorplatz bis Mitte des Jahres verbessert werden. Das hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss des Stadtrats zurückgehend auf einen Antrag des Stadtteilbeirats Innenstadt beschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Konzepts, das schrittweise umgesetzt und stetig weiterentwickelt wird.

Im Bereich des Bahnhofs entlang der Bahnsteige ist das Fahrradparken bereits klar geregelt und auf zwei Wochen beschränkt. Unter der Münchener Straße steht außerdem ein Langzeitparkplatz für maximal sechs Wochen zur Verfügung. Die Höchstparkzeiten werden regelmäßig überprüft, unzulässig abgestellte Fahrräder werden entfernt. Als schwieriger gestaltet sich hingegen die Situation am Bahnhofsvorplatz, der öffentlich gewidmet ist. Rechtlich gesehen können Räder dort deshalb nur entfernt werden, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht mehr fahrbereit sind oder wenn sie verkehrsbehindernd abgestellt wurden, beispielsweise im Bereich der Rampen für Rollstühle und Kinderwägen.

Abstellbügel reichen nicht aus

Im vergangenen Jahr wurden bereits Fahrradabstellbügel auf dem Vorplatz angebracht, die zwar effektiv das Umfallen der dort abgestellten Fahrräder verhindern, nach den bisherigen Erfahrungen jedoch nicht ausreichen. Es sollen deshalb auf jeder Seite des Platzes jeweils zwei weitere Reihen von Abstellbügeln installiert werden. Durch eine entsprechende Anordnung der Bügel wird der zu den Rampen hin freizuhaltende Bereich besser erkennbar. Zusätzlich zur Beschilderung wird künftig auch noch ein Rollstuhlpiktogramm auf dem Boden die Funktion erklären.

Mittelfristig wird eine neue Fahrradabstellanlage mit Doppelstockparkern für bis zu 850 Fahrräder zwischen Gleis 1 und der historischen Stadtmauer weitere Entlastung bringen. Die Vorarbeiten für diese Baumaßnahme beginnen im Frühjahr. Gegenüber dieser Abstellanlage wird eine Servicestation als Beschäftigungsprojekt durch die GGFA entstehen. Die Ortsnähe der GGFA-Mitarbeiter wird es außerdem erleichtern, behindernd abgestellte Fahrräder auch kurzfristig zu entfernen. red