Josef Hofbauer

Im Zuge des ICE-Ausbaus der Bahnstrecke Nürnberg-Berlin werden auch am Bahnhof Forchheim neue Oberleitungs-Masten aufgestellt. Als Mitarbeiter versuchten, in der Steinbühlstraße auf Höhe der Papierfabrik den tonnenschweren, zehn Meter hohen Mast am vorbereiteten Fundament zu befestigen, geriet der Koloss ins Wanken und riss dabei auch den Bagger, an dem er befestigt war, mit um.
Dabei fiel der neue Mast auf eine stromführende Leitung im Bereich des Gleises 1. Der Baggerfahrer war in seinem Führerhaus 20 Minuten eingeschlossen, bis die Leitungen stromlos geschaltet waren. Ein alarmierter Notarzt ließ den 52-Jährigen zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus bringen. Lebensgefahr besteht nicht.
Der Bagger blockierte die Gleise. Da auch Oberleitungen beschädigt wurden, musste der Strom abgeschaltet werden, sodass ab 14.15 Uhr, dem Zeitpunkt des Unfallgeschehens, kein Zugverkehr mehr möglich war. Die Aufräumarbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin.
Die Züge aus Richtung Schweinfurt und Lichtenfels verkehrten am Donnerstag nur bis Bamberg. Im Süden wurden die Züge bereits in Nürnberg zurückgehalten. Die S-Bahnen der Linie S 1 fuhren von Süden kommend nur bis Baiersdorf beziehungswiese von Norden bis Hirschaid. Ein Schienenersatzverkehr mit Taxis und Bussen zwischen Baiersdorf und Hirschaid wurde eingerichtet.
Angaben zur Schadenshöhe seien ohne nähere Prüfung nicht möglich, erklärte ein Bahnsprecher vor Ort.