Seit 1974 führt Rainer Axmann als Vorsitzender den Gesangverein Weitramsdorf. Bei der Neuwahl im Rahmen der Hauptversammlung im Gasthaus Helbig wurde er wieder gewählt. Allerdings müssen sich die Sänger allmählich nach einem Nachfolger umschauen: Axmann kündigte an, dass dies seine letzte Amtsperiode ist.
In seinem Bericht betonte der alte und neue Vorsitzende, dass 2017 wieder "ein Jahr des Liedes, des freudigen und fröhlichen Gesangs in vielfältiger Runde" gewesen sei. Aber der Vorsitzende verschwieg nicht, dass es bei der Auswahl des Liedgutes immer mal wieder verschiedene Ansichten gab.
"Wenn es sein sollte, werden wir gewiss einen weiteren Chorsatz und ein weiteres Lied finden und in Angriff nehmen. Nur mutig mit freudigem Gesang. Nichts macht uns bang. Und dann können wir alle wieder stolz auf das Erreichte blicken", erklärte Axmann. Beim Rückblick auf die Veranstaltungen erinnerte Axmann an zwei Liederabende in Untersiemau und Heilgersdorf, an die zahlreichen Ständchen, an die Auftritte bei den Gottesdiensten und das Wirken in der Dorfgemeinschaft.
Dank richtete schließlich Axmann - neben vielen anderen Funktionsträgern - an den Chorleiter Wolfgang Börner, der sich nicht nur bei der chorischen Arbeit sondern auch in planerisch engagiert einsetzte. Das Resümees Axmanns: "Seit 1974 war es eine schöne und abwechslungsreiche Zeit mit vielen nachhaltigen Erlebnissen in guter Teamarbeit. "
Zum seit neun Jahren bestehenden Frauenchor meinte Sprecherin Renate Dellert: "Uns hat der Dirigent Wolfgang Börner alle im Griff." Den Singstundenbesuch bezeichnete sie als zufriedenstellend. Auftritte erfolgten bei zahlreichen Terminen unter dem Motto "Singen macht Spaß".
Chorleiter Wolfgang Börner schaute auf viele bedeutende Ereignisse zurück, insbesondere auf den deutschen Chortag in Coburg - "wir sangen in sommerlicher Laune", sagte Börner. Beim Auftritt in der Morizkirche habe jeder Beteiligte die Bedeutung der Veranstaltung gespürt. Der Weitramsdorfer Liederabend sei niveauvoll und abwechslungsreich vonstatten gegangen, was den Chorleiter zufrieden stellte: "Das war die beste Werbung für den Gesang."


Börner macht nicht alles mit

Auch Kritik war zu hören: "Was mir fehlt ist Innovation und Sänger, die mir mutig sagen, was wir zukunftsweisend verändern können." Er habe den Eindruck, der dümpele oft monatelang dahin und aale sich in Genügsamkeit" Zudem erhob er den Zeigefinger und stellte klar: "Wenn der raue Ton längere Zeit mir stark ins Gesicht bläst, klebe ich nicht an meinem Posten."
Allerdings betonte er auch, dass er seine Aufgabe als musikalischer Leiter gern ausführe und viel Zeit opfere, um andere Chöre zu hören. Lothar Weidner