Mit 60 angestellten Mitarbeitern ist die katholische St.-Georgspfarrei ein mittelständischer Betrieb. Ihr Gemeindeleben wird aber von über 300 ehrenamtlichen Helfern pulsiert. Durch die Mitglieder des Pfarrgemeinderates oder Kirchenverwaltung, die Kirchenmusiker und Chöre, die Elternbeiräte der Kindertagesstätten, die Gottesdiensthelfer und Mininstranten, die Betreuer der Kirchen und Kapellen, den Krankenhausbesuchsdienst und den Seniorenkreis-Hilfsdienst, die Jugendgruppenleiter und die Pfadfinder, die Organisatoren der Feste, Prozessionen und Wallfahrten, die Frauen und Männer im Dienst der Öffentlichkeitsarbeit, die Besuchsdienste für Krankenhaus, Altenheim oder zu Geburtstagsjubiläen, die Verteiler des Pfarrbriefes und viele andere mehr.
Hinzu kommt die Unterstützung durch den städtischen Bauhof, die Feuerwehr und die Polizei und durch Stadtkapelle und Spielmannszug. Alle waren zum Jahrestreffen geladen.


Mut zum Wagnis

Im Gottesdienst zu Beginn des Helferfestes warb Dekan Kilian Kemmer für den Mut zum Wagnis. Alle Vereine beklagten fehlendes ehrenamtliches Engagement. "Wer sich noch dazu als Ehrenamtlicher der katholischen Kirche outet, erlebt nicht immer vergnügungssteuerpflichtige Situationen, wie Sternsinger oder Caritas-Hauslistensammler immer wieder berichten." Seit den Anfängen der Kirche waren die Zugehörigkeit zur Kirche und der Einsatz für sie von Kritik und Ablehnung gekennzeichnet. Für die Menschen da sein zu können und sich für andere einzusetzen, schenkt nach Ansicht Kemmers auch Zufriedenheit und Genugtuung. Dafür Dank und Anerkennung auszusprechen, gibt es die jährliche Zusammenkunft.
Beim Empfang im Pfarrsaal dankte in ihrem Rückblick und Ausblick die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Karola dos Reis Goncalves, allen Helfern "für jeden Dienst, der - egal ob sichtbar oder eher im Hintergrund - unverzichtbar bleibt". Aus dem Pfarrgemeinderat musste aus beruflichen Gründen Peter Janetschke verabschiedet werden, für ihn rückt der Nackendorfer Matthias Schmitt ins Gremium nach.


Dankbar für das Talent

Eine besondere Ehrung wurde dem Kirchenchorleiter Friedrich Kirschner zuteil. Er erhielt eine Auszeichnung des Kirchenmusikamtes für 40-jährige Chorleitertätigkeit. Kirschner war 28 Jahre lang Chorleiter im Bistum Eichstätt, bevor er 2003 den Höchstadter Kirchenchor übernahm. Er sei dankbar für das Talent, das "der liebe Gott mir schenkte, und für die lange Zeit, die ich damit etwas Gutes tun konnte". Nr