Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Aurachtal ist durchaus dafür, dass weiterer Wohnraum geschaffen wird, und hat gegen den Neubau eines Dreifamilienwohnhauses an der Milchhausstraße im Ortsteil Falkendorf auch keine grundsätzlichen Bedenken. Im Januar war das gemeindliche Einvernehmen unter der Maßgabe erteilt worden, dass die Dachneigung des Neubaus an die der Umgebungsbebauung angepasst wird.
Das Grundstück liegt im unbeplanten Innenbereich und nach Auffassung des Ausschusses ist das Vorhaben zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der zu überbauenden Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist, ohne dass damit eine Beeinträchtigung des Ortsbildes verbunden wäre. Geplant sind der Abriss eines landwirtschaftlichen Betriebsgebäudes und ein Neubau mit drei Wohneinheiten. Zwischenzeitlich hat das Landratsamt, zum Unmut der Ausschussmitglieder, das gemeindliche Einvernehmen ersetzt und die Gemeinde gebeten, dem Antrag zuzustimmen.


Es liegt an der Dachform

"Warum beschäftigen wir uns mit Bauanträgen, wenn das Landratsamt sowieso die Genehmigung erteilt", wurde im Ausschuss kritisiert. Denn nach Meinung der Behörde füge sich das Vorhaben durchaus in die Umgebung ein. Dem wurde im Ausschuss widersprechen und das Vorhaben wurde wegen der Dachform mit fünf Stimmen erneut abgelehnt.
Auch ein weiterer Bauantrag zum Neubau eines Wohnhauses mit drei Wohneinheiten an der Straße "Im Weinberg" in Münchaurach wurde zwar begrüßt, dann aber vertagt, weil man mit dem Antragsteller wegen der Stellplätze noch mal reden möchte. "Wenn das Vorhaben so realisiert wird, ist der Ärger programmiert, dann wird der dortige Bereich komplett zugeparkt", erklärte dazu Konrad Kreß (CSU).
So bereite das dicht bebaute Gebiet wegen der Stellplätze schon jetzt Probleme und zur Erfüllung der Stellplatzsatzung müssten weitere Stellplätze mit einer Grunddienstbarkeit abgesichert werden. Die Verwaltung will deshalb dem Antragsteller vorschlagen, den geplanten Neubau nach Süden zu verschieben, damit die Stellplätze auf dem Grundstück angeordnet werden können.
Den weiteren Bauvorhaben, wie einer Schleppgaube und dem Anbau von Balkonen sowie einem Gartenhauses wurde ohne Diskussion das gemeindliche Einvernehmen erteilt.