"Im Neuacker" oder "Am Neuacker" standen zunächst als neuer Straßenname in Weißenohe zur Auswahl. Einstimmig hat sich der Gemeinderat dann für den Namen "Bahnhofstraße" entschieden.

Es handelt sich um das Straßenteilstück hinter dem Weißenoher Bahnübergang zum Gewerbegebiet Richtung Sportplatzstraße. Dieser 130 Meter lange Weg ist noch nicht öffentlich gewidmet, wie nun festgestellt wurde. Das sollte der Gemeinderat nun nachholen.

Diese Straße wird von einigen in Weißenohe "Am Neuacker" genannt, von anderen "Im Neuacker", erklärte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA). Beim Vermessungsamt sei "Im Neuacker" eingetragen. Die Firma Elektron-Systeme habe ihre Adresse mit "Am Neuacker" angegeben.

Für einfach nur "Neuacker" plädierte Carmen Stumpf (FWG) und schickte die Erklärung gleich hinterher. "Wer mit dem Straßenverzeichnis arbeiten muss, findet nur noch ,Im' und ,Am'", warnte Stumpf. "Neuacker wäre konsequent und schlüssig", stimmte Michaela Gruber (FWG) zu und zählte viele Weißenoher Straßen ohne Präposition im Namen auf. Allerdings gibt es etliche Straßennamen in Weißenohe, die auf "- acker" enden, meinte Norbert Weber (Grüne). Da man nun die Möglichkeit habe, diesen Weg "Bahnhofstraße" zu nennen, sollte man das auch tun, lautete sein Vorschlag, als Verlängerung der bestehenden Bahnhofstraße. Da es mit den Hausnummern keine Überschneidung geben wird, stimmte der Rat unisono für Webers Vorschlag.

Ein felsähnlicher Brunnen

Wie soll der Brunnen am Weißenoher "Plärrer" aussehen? Das war die Hausaufgabe, die Bürgermeister Rudolf Braun den Räten in der Juni-Sitzung mit auf den Weg gegeben hatte. Vor Ort wurden nun die Baumaßnahmen am Platz angeschaut, auch um sich den zu errichtenden Brunnen besser im neu gestalteten Umfeld vorstellen zu können. Zunächst bemängelten die Räte bei der Besichtigung des Gesamtplatzes den im Verhältnis zur Grünfläche zu breiten Gehweg. An der Ostseite Richtung Grünfläche soll dieser nun um einen Meter verschmälert werden. Dann misst der Gehsteig immer noch zwei Meter Breite. Auf den Gehweg entlang der Grünfläche zur Insel hingegen könne ganz verzichtet werden. Das wurde in der anschließenden Sitzung so auch beschlossen.

Blieben Lage und Art des Brunnens zur Diskussion. Zur Sicherung des Nachbargrundstücks wird jedenfalls eine Mauer errichtet. Nach einiger Diskussion entschieden sich die Weißenoher Räte einstimmig für eine gemauerte Trockenmauer mit unregelmäßig geschlagenen Kalksteinen. Die Mauer wird bepflanzt, die Trafostation in der Nähe soll bemalt werden. Einen Busch als Motiv schlug Bürgermeister Braun vor. Entschieden wurde darüber nicht.

Dann lagen die Hausaufgaben der Gemeinderäte Daniel Trübenbach (FWG) und Norbert Weber (Grüne) vor. Alle Vorschläge für Natursteinbrunnen lagen im Kostenbereich von ungefähr 3500 Euro. Der erste Vorschlag zeigte einen längs gezogenen Brunnen mit drei unterschiedlich großen Wasserbecken. Dieser könnte parallel zur Mauer errichtet werden. Der andere Vorschlag war ein felsähnlicher Brunnen mit einem großen Wasserbecken. Das Wasser fließt aus dem felsähnlichen Gebilde heraus.

Carmen Stumpf (FWG) bat, bei der Brunnenentscheidung auch den Heimat- und Touristenverein Edelweiß (HTV) wegen der Osterbrunnengestaltung ins Boot zu holen. Das hatte Bürgermeister Braun jedoch schon im Vorfeld geklärt. "Der HTV will hauptsächlich daneben etwas aufbauen können", erklärte Braun. Er machte den Vorschlag, das Wasser dann in eine Platte im Boden rinnen zu lassen - nicht als Wasserspielplatz, sondern als Art Vogeltränke. Das fand nicht bei allen Räten Zustimmung. Einstimmig wurde jedoch für Norbert Webers Vorschlag mit dem felsähnlichen Brunnen und anschließendem Becken entschieden.