Gemeinsam mit Rosemarie Pezzei, Kreisvorsitzende des Bundes der Vertriebenen Bamberg, hat Bürgermeister Christian Lange (CSU) Kränze am Mahnmal der Vertriebenen im Hain niedergelegt. "Wir erinnern an die Opfer von Unrecht, Flucht und Vertreibung. Wir rufen dazu auf, aus der Geschichte zu lernen und uns für Frieden und Freiheit einzusetzen", so Lange.
Der Bürgermeister betonte, dass Erinnerungsarbeit stets auch die Gegenwart und Zukunft im Blick haben müsse: "Wer aus der Geschichte lernen will, darf seine Verantwortung für das Hier und Jetzt nicht vergessen." Dies hätten die Vertriebenen stets getan. Er dankte ihnen für ihre großartige Aufbauarbeit nach dem Krieg und das aktuelle Engagement bei der Betreuung und Integration von Flüchtlingen.
Rosemarie Pezzei erinnerte in ihrer Rede daran, was der Verlust der Heimat für die Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg tatsächlich bedeutete, und wie groß Hass und Verbitterung waren. "Doch in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen 1950 haben wir auf Rache und Vergeltung verzichtet, und stattdessen die Schaffung eines geeinten Europas in den Blick genommen", so Pezzei. Nach der Wende und Ostöffnung 1989 hätten die Vertriebenen zudem schnell Kontakte in die alte Heimat geknüpft, und sich durch Spenden großen Anteil am Erhalt von bedeutendem Kulturgut erworben. Lange dankte Rosemarie Pezzei stellvertretend für alle Vertriebenen für das Engagement der vergangenen 70 Jahre. "Wir werden dazu beitragen, dass die Erinnerung wachgehalten wird.". red