Die Aurach in Tretzendorf soll renaturiert sowie der Einmündungsbereich der Seestraße neu gestaltet werden. Dies beschloss der Gemeinderat Oberaurach in seiner Sitzung am Donnerstag. Die Maßnahme der Gemeinde Oberaurach mit der Teilnehmergemeinschaft Tretzendorf wurde von Peter Ruck, Inhaber des Technischen Büros Werner in Eltmann, ausführlich erläutert.

Stützmauern halten nicht mehr

Die Stützmauern sind unterhöhlt und ausgewaschen, so dass sie erneuert werden müssen. Auch soll Form in das Bachbett gebracht werden. Über eine Treppe im Bereich des Sportplatzes, die zum Bach führt, gingen die Meinungen auseinander. Dritte Bürgermeisterin Sabine Weinbeer schlug vor, ob man nicht auf die Treppe verzichten und stattdessen eine flachere Böschung gestalten könne. Gemeinderat Thomas Kraus fand, dass dann der bestehende Asphaltweg kaputtgehen würde.

Platz für die Trecker?

Zweiter Bürgermeister Hans Albert erkundigte sich, ob bei der Neugestaltung des Einmündungsbereiches der Seestraße künftig auch Traktoren mit zwei Anhängern um die Kurve kämen. Peter Ruck bejahte dies und sah auch für große Gespanne kein Einfahrhindernis. Details zur genauen Planung der gesamten Maßnahme werden erst später beraten.

Hierzu werden auch Gespräche mit der Teilnehmergemeinschaft stattfinden, mit der dann auch eine Kostenvereinbarung geschlossen werden muss. Baubeginn könnte etwa im Herbst 2019 oder Frühjahr 2020 sein.

Wie Bürgermeister Thomas Sechser bekanntgab, hat der Gemeinderat bereits 2008, also vor zehn Jahren, der Maßnahme für den unteren Teil, also vom Rathaus bis zur Staatsstraße, zugestimmt. Damals lagen hier die Gesamtkosten bei 74 000 Euro.

Ein langer Prozess

Dem kostenintensiveren oberen Teil (290 000 Euro), von der Staatsstraße bis zum Wehr, wurde bisher noch nicht zugestimmt. Dies lag daran, dass es andere Überlegungen zur Umsetzung der Renaturierung der Aurach gab, welche allerdings nicht umgesetzt wurden.

Im Laufe der Zeit seien die Preise deutlich gestiegen, so der Bürgermeister. Nach einer aktuellen Kostenschätzung müssen nun 428 000 Euro aufgewendet werden, wobei eine Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung zu erwarten ist. Die genaue Höhe des Zuschusses ist noch nicht bekannt.

Weitere Themen

Nach der örtlichen Rechnungsprüfung wurde dem Gemeinderat die Jahresrechnung 2016 vorgelegt, die dieser einstimmig feststellte und entlastete. Demnach waren im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 6,37 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 2,97 Millionen Euro zu verzeichnen.

Drei Bauanträge und eine Bauvoranfrage wurden einstimmig genehmigt. Ein Bauantrag wurde bis zur nächsten Sitzung zurückgestellt, da es hier noch Klärungsbedarf mit dem Landratsamt gibt.

"Lange Wiese"

Im Aufstellungsverfahren zur Einbeziehungssatzung "Lange Wiese" Fatschenbrunn wurden die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange erläutert. Beschlossen wurde, die Festlegungen in den Plan und die Begründungen aufzunehmen.