Vor zwei Wochen fand das weltgrößte Rockabilly-Festival "Viva Las Vegas" zum 21. Mal mit einem bunten Rahmenprogramm in Las Vegas statt. Mittendrin im Casinohotel "The Orleans" war der Breitbrunner Marc Valentine. Wir haben den Sänger von der Szeneband "Marc & the Wild Ones" aus Kirchlauter und DJ nach seiner Rückkehr aus den USA in seiner fränkischen Heimat getroffen. Im Gespräch berichtet er von seinen Eindrücken. Und davon, dass er im Moment auf Klöße verzichtet.

FT: Marc, wie fandest du nach dem letztjährigen Besuch heuer als Entertainer das besondere Event, an dem rund 30 000 Besucher aus allen Kontinenten teilnahmen?
Marc Valentine: Es war natürlich anders, weil ich schon allein einfach weniger Zeit hatte, mir Bands anzuschauen, ich war zeitlich eingespannt. Aber es war dennoch cool, auf der Bühne zu stehen oder am DJ-Pult ist schon immer etwas Besonderes, vor allem auf so einem gigantischen Festival.

Bist du mit deinem Auftritt zufrieden?
Ich bin mehr als zufrieden, weil ich mit der Band nur einmal die Gelegenheit hatte, einen Tag circa eineinhalb Stunden lang vor dem Gig im Casino zu proben. Dafür war es mega gut, und es hat Spaß gemacht.

Bist du mit dem Auflegen als DJ zufrieden?
Das hat natürlich auch sehr viel Spaß gemacht, ich habe insgesamt acht Mal aufgelegt. Ich hätte gerne auch mal in dem reinen Record-Hop-Saal, dem Deluxe Club, aufgelegt, aber vielleicht beim nächsten Mal. Aber es war auch richtig cool, die Leute tanzen zu sehen.

Was hat dir besonders gut gefallen, als Besucher und als Künstler?
Das Line-up war wieder megamäßig, darunter Jerry Lee Lewis, Stray Cats und Hot Boogie Chillun. Das gibt es nirgendwo auf der Welt. Schon krass, was da in Las Vegas auf die Beine gestellt wird. Ich ziehe meinen Hut vor dem Veranstalter Tom Ingram mit seinem Team, einfach nur Respekt!
Als Künstler hat mir besonders das hilfsbereite und freundliche Organisationsteam gefallen, die wissen, was zu tun ist. Eine perfekte Organisation ist das A und O. Natürlich ist das Spielen auf der Bühne vor dem Publikum immer wieder eine Ehre.
Wie viele Kilos hast du denn als leidenschaftlicher Burger- und Burritoschlemmer zugenommen?
Also in der ersten Woche dachte ich: Um Gottes Willen, das wird böse enden. Aber mit der Waage zu Hause habe ich festgestellt, dass ich nach zwei Wochen Aufenthalt doch nur, in Anführungszeichen, zwei Kilo zugenommen habe. Für die ersten Tage werde ich auf Schäufele und Klöß verzichten, Salat und Schonkost sind angesagt. Aber Gott sei Dank nicht so lange.
Willst du nächstes Jahr wieder hin?
Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei, egal ob als Besucher oder auch als DJ, schauen wir mal, was passiert.

Hast du besondere persönliche Erfahrungen in Las Vegas gemacht?
Mein kulinarisches Highlight waren auf jeden Fall die Burger von ,Original Tommy's Burger‘, für mich der beste Burger-Laden. Das letzte Mal hatte ich vor fünf Jahren in Kalifornien die Gelegenheit, welche zu konsumieren. Mein musikalisches Highlight war, den Auftritt vom Rock'n'Roll-Altstar Jerry Lee Lewis vom Backstage aus mitzuerleben. Er ist einfach phänomenal. Auch die Show von ,Hot Boogie Chillun‘ mit dem ,The Boss Hoss‘-Sänger Sascha Vollmer hat mich vom Hocker gehauen, die Jungs sind verdammt gut. Obwohl er in Deutschland ein Riesenstar ist, ist er ein cooler und netter Typ, mit dem man einfach auch an der Bar abhängen kann.

Das Interview führte unser
Mitarbeiter René Ruprecht.