Gesucht wird ein Blickfang oder, wie es Ingenieur Jürgen Kittner nannte, "ein dominierendes Teil" für den Innenbereich des entstehenden Kreisverkehrsplatzes. Die möglichen Gestaltungsmöglichkeiten für die "Insel im Kreisel" wurden ausgiebig bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag im Rathaus diskutiert.

Eine positive Darstellung und auf die Gemeinde bezogene Gesichtspunkte seien die Vorgaben für das Vorhaben, sagte Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU). Bisher seien drei Varianten im Gespräch: Vorschlag 1 - Findlinge mit Wasserspiel; Vorschlag 2 - Rankgerüst in Blütenform und Grüngestaltung; Vorschlag 3 - Edelstahlbrunnen mit Metalltafeln der Gemeindeteile.

Aus Sicht der Verwaltung wäre es sinnvoll, diese Ideen und weitere Varianten durch ein Architekturbüro entwerfen zu lassen, das bereits erfolgreich Kreisverkehrsplätze gestaltet hat. Letztlich müssten auch noch die Meinungen diverser Ämter (wie Verkehrsbehörde) gehört werden.

Rosenbauer: "Wir müssen Geduld bewahren. Insgesamt kann die Abwicklung bis zu zwei Jahre dauern."

Beschilderung fehlt noch

Nächstes Ziel sei, dass der Kreisverkehrsplatz erst einmal befahren werden kann. Der angekündigte Termin 25. Oktober für die Eröffnung der Nord-Süd-Durchfahrt konnte nicht eingehalten werden. Es fehlt noch die Beschilderung, informiert der Bürgermeister. Neuer Termin für die Verkehrsfreigabe sei nun Montag, 4. November, 11 Uhr. Der Anschluss der Straße nach Meschenbach erfolge sowieso erst im Frühjahr 2020.

Der Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2018, informierte Kämmerin Ivonne Scholz, weise bereinigte Solleinnahmen und -ausgaben im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt in Höhe von 15 Millionen Euro aus. Als größte Einnahmepositionen im Verwaltungshaushalt bezeichnete sie den Anteil an der Einkommenssteuer mit 2,4 Millionen Euro, die Gewerbesteuer mit gut zwei Millionen Euro sowie Einnahmen aus Kanal- und Wassergebühren in Höhe von 740 000 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt belaufe sich auf 1,7 Millionen Euro. Die Ausgabepositionen des Vermögenshaushalts umfassten 6,7 Millionen Euro. Der Schuldenstand habe um weitere 144 000 Euro gesenkt werden können. Er habe zum 31. Dezember 2018 bei 842 000 Euro gelegen.

Auf Empfehlung des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt stimmte der Gemeinderat der Entwurfsskizze des Ingenieurbüros Kittner & Weber zur Umgestaltung der Bushaltestelle Steineller, Richtung Obersiemau, sowie der Aufbringung von Parkflächen-Markierungen zu. Die Arbeiten sollen baldmöglichst, entweder bei den kleinen Straßenbaumaßnahmen 2019 oder 2020, umgesetzt werden.

Reisenweber Gemeindewahlleiter

Im Rahmen der kleinen Straßenbaumaßnahmen 2019 erhält ein Rödentaler Unternehmen den Auftrag zur Vorbereitung des Untergrunds und Aufbringen einer Asphaltdeckschicht auf dem oberen Pausenhof der Grund- und Mittelschule Untersiemau. Weitere Maßnahmen wie das Auftragen von Farbe können noch beschlossen werden.

Die Kommunalwahlen am 15. März 2020 werfen ihren Schatten voraus. Bei der Sitzung am Donnerstag wurde der Geschäftsleitende Beamte Rolf Reisenweber zum Gemeindewahlleiter und die Verwaltungsfachangestellte Julia Krämer zur Stellvertreterin bestellt.

Als Nächstes muss ein Wahlausschuss bestimmt werden, der von Reisenweber berufen wird. Die Parteien und Wählergruppen sollten sich Gedanken machen, sagte der Wahlleiter, welche Personen sie dafür melden wollen.

Bürgerversammlungen

Am Schluss der Gemeinderatssitzung wurden noch die Termine für die Bürgerversammlungen in den Gemeindeteilen bekanntgegeben: Stöppach/Haarth - Donnerstag, 7. November, 19 Uhr, Sportheim SC Germania; Meschenbach - Montag, 11. November, 19 Uhr, "Bräustüble"; Scherneck/Ziegelsdorf - Mittwoch, 13. November, 19 Uhr, Sportheim TSV Scherneck; Untersiemau - Montag, 18. November, 19 Uhr, Sportheim TSV Untersiemau; Weißenbrunn am Forst - Freitag, 22. November, 19 Uhr, "Vesperstübchen"; Obersiemau/Birkach - Montag, 25. November, 19 Uhr, Sportheim TSV Obersiemau.