Unter dem Motto "Suche Frieden und jage ihm nach" fand eine internationale Wallfahrt der Ministranten nach Rom statt. Den weitaus größten Anteil stellten dabei mit über 50 000 Messdienern die deutschen Diözesen. Allein aus dem Bistum Bamberg nahmen mehr als 1000 Jugendliche teil, darunter 16 aus der Pfarreiengemeinschaft Adelsdorf-Aisch sowie acht aus Hemhofen. Zum zentralen Aussendungsgottesdienst trafen sich die Ministranten im Bamberger Dom. Bevor alle Gruppen in ihre Busse stiegen, erhielten sie von Erzbischof Ludwig Schick und Weihbischof Herwig Gössl den Reisesegen.


Spaziergang mit dem Erzbischof

Nach der Ankunft im "Camping Village Roma" stand die erste Erkundungstour durch die Stadt auf dem Programm. Zwei Höhepunkte folgten am dritten Tag. Zunächst traf sich die Gruppe aus dem Aischgrund mit Erzbischof Ludwig Schick zu einem Spaziergang durch Rom. Von der Piazza Navona aus ging es zur deutschen katholischen Kirche St. Maria dell' Anima, wo der Erzbischof selbst für einige Jahre gelebt hatte.
Nächster Halt war der Campo Santo Teutonico, der Gottesacker der Deutschen in Rom, der nicht umsonst als einer der schönsten Friedhöfe der Welt gilt. Nachdem sich der Erzbischof von der Gruppe verabschiedet hatte, um sich auf die Audienz mit Papst Franziskus vorzubereiten, reihten sich die Franken in die lange Schlange vor dem Petersplatz ein. Zusammen mit etwa 90 000 Ministranten aus aller Welt wurde gesungen, gebetet und Gott gefeiert.
Auf seiner Fahrt über den Petersplatz kam Papst Franziskus ganz nah an den Franken vorbei.
Aus der Hemhofener Gruppe erinnert sich Heike Reinersmann noch gut an die Antwort des Papstes auf die Frage der deutschen Delegation, was ihm am katholischen Glauben wichtig sei in einer Zeit, in der viele Jugendliche daran kein Interesse mehr hätten. "Ich würde sagen, der Glaube ist wie die Luft, die wir atmen", antwortet Franziskus. "Wir denken nicht bei jedem Atemzug daran, wie wichtig die Luft ist, aber wenn sie fehlt oder nicht sauber ist, erkennen wir, wie wichtig sie ist. Der Glaube hilft uns, den Sinn des Lebens zu begreifen."
Bis zur Abfahrt standen an den drei Folgetagen noch viele Sehenswürdigkeiten Roms auf dem Programm: das Kolosseum, die Engelsburg, die spanische Treppe, die Domitilla Katakomben und natürlich die Hauptkirchen Roms: der Petersdom, die Lateranbasilika und die Basilika Santa Maria Maggiore. red