Mit ihren Vorschlägen zur Friedhofsgestaltung hat die Frauenunion Marktleugast um Margret Schoberth auch die Errichtung einer Gedenkstätte für Sternenkinder auf den Weg gebracht. Damit wurde ein Ort der Trauer um und die Erinnerung an Kinder geschaffen, die vor, während oder bald nach der Geburt verstorben sind. Die Gedenkstätte wurde jetzt ebenso wie ein neu angelegtes, anonymes Grabfeld im Rahmen einer Andacht eingeweiht.

Margret Schoberth ging eingangs kurz auf die Sternenkinder ein. Der Umgang mit Fehlgeburten sei leider noch immer ein Tabuthema. Nach dem Bestattungsgesetz in Bayern werde das fehlgeborene Kind als Mensch anerkannt und nicht als Klinikabfall entsorgt. Mit der Gedenkstätte für Sternenkinder möchte die Friedhofsverwaltung verwaisten Eltern einen Ort der Trauer und des Abschiednehmens geben.

Bürgermeister Franz Uome dankte der Frauenunion für die Initiative und dem gemeindlichen Bauhof für die Gestaltung der Sternenkinder-Gedenkstätte. Auch der Marktleugaster Marktgemeinderat habe sich gerne dafür ausgesprochen. Die Stele errichtete der Kupferberger Steinmetzbetrieb Martin Schramm. Für die Bepflanzung sorgte die Hohenberger Gärtnerei Clemens Friedrich.

"Diese Stätte wurde geschaffen, um der Kinder zu gedenken, die wir um üblichen Sinne nicht kennenlernen oder festhalten konnten, die unsere Geschwister sind und bleiben", sagte Pfarrerin Susanne Sahlmann und betonte: "Wir sind hier zusammengekommen, um der Kinder zu gedenken, die schon begonnen hatten zu werden und die doch zu klein und zu schwach gewesen sind, um in unserer Welt zu leben. Wir denken an die Kinder, die wir - im üblichen Sinn - nicht kennenlernen konnten, die aber ein Teil von uns sind und bleiben. Wir denken an die Kinder, die wir nicht festhalten konnten, die unserem Herzen aber so nah sind."