von unserem Mitarbeiter Peter Balthasar

Garitz — Vier Stunden vor Beginn des Champions-League-Finale in Lissabon hat auch der SV Garitz (17./13) ein Endspiel zu bestreiten. Gegen den TuS Frammersbach (12./37) geht es um nicht weniger als den Klassenerhalt. Mit einem Punktgewinn bei gleichzeitiger Niederlage des Mitkonkurrenten TSV Lengfeld, der beim zuletzt starken FC Sand anzutreten hat, könnte noch die Relegation erreicht werden können. "Aber wir dürfen und werden nicht nach Sand schielen, unser vorrangiges Ziel muss eine eigene ordentliche Leistung sein", lautet die Anweisung von SV-Coach Detlef Schäfer an seine Akteure. Diese sind sich der Bedeutung der Partie bewusst. "Man hat im Training schon gemerkt, dass eine gewisse Anspannung vorherrscht. Die Mannschaft will den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt machen", sagt Pressesprecher Johannes Werner.

Entspannte Frammersbacher

Das Thema "Klassenerhalt" war fast während der ganzen Saison Gesprächsstoff in Frammersbach. Die Schützlinge von Spielertrainer André Mehrlich, der den Abwehrchef bei der Spessart-Elf gibt, mussten bis zum vergangenen Spieltag zittern, doch nach der Niederlage des TSV Karlburg stand der Klassenerhalt fest. Das Hinspiel gewannen die Frammersbacher mit 2:0, waren aber nur zeitweise das bessere Team. Mit dem jungen Dominik Bathon, der mit zwölf Treffern die vereinsinterne Torschützenliste anführt, läuft ein Talent auf, das schon bei höherklassigen Klubs der Region Interesse ausgelöst hat und eine besondere Aufmerksamkeit der heimischen Deckung verdient.

Simon Herold will beißen

Die Abwehrreihe der Schäfer-Elf präsentierte sich in den letzten Begegnungen durchaus stabil. Die drei Gegentreffer in Bamberg vor acht Tagen waren Ausdruck einer großen spielerischen Überlegenheit des Gegners. Die Niederlage hat man während der Woche bei den Grün-Weißen abgehakt. "Unsere ganze Konzentration gilt dem heutigen Spiel", so Schäfer, der noch um den Einsatz von Simon Herold bangt. Der ging angeschlagen aus dem Bamberg-Spiel, will aber auf die Zähne beißen. "Das Erreichen der Relegation kann aber nur der erste Schritt sein", so Sandro Cazzella, "wenn wir es schaffen sollten, stehen uns weitere harte Spiele bevor, die auch erst einmal gewonnen werden müssen".

Auch die Fans sind gefordert

Insgesamt scheint das Team aufgrund der gelungenen Aufholjagd Blut geleckt zu haben, das Selbstvertrauen ist jedenfalls für ein "Fußballwunder" (Vorsitzender Thomas Leiner) vorhanden. Dazu will insbesondere Angreifer Björn Schlereth beitragen, der ja bekanntermaßen in der nächsten Saison als Trainer bei der DJK Burghausen/Windheim fungiert: "Ich will auf keinen Fall die Saison mit einem Abstieg abschließen. Wir werden alles tun, um die Saison zu verlängern". Zahlreiche Unterstützung am Spielfeldrand brächte zusätzliche Motivation.