Im Januar hielt der Winter die Region des Arbeitsagenturbezirks Bamberg-Coburg (mit den Gebietskörper-schaften Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels) fest im Griff. Dennoch reagierte der Arbeitsmarkt laut der Agentur für Arbeit atypisch mit einem leicht geringeren Anstieg (-2,8 Prozent bzw. -56 Personen) der Arbeitslosigkeit als im Vorjahr.

Zum Monatswechsel waren 11 667 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich seit Jahresbeginn um 1912 Personen (+19,6 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2018 ist die Arbeitslosigkeit um 201 Personen (-1,8 Prozent) gesunken. Die Arbeitslosenquote stieg seit Dezember um 0,6 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. (Vorjahr 3,5 Prozent). Im Januar wurden 2818 Menschen entlassen und meldeten sich arbeitslos. Das waren 79,4 Prozent (+1247) mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich jedoch die Zahl derer, die ihre Beschäftigung verloren um 23 (-0,8 Prozent). Seit Ende Dezember gelang es 903 Frauen und Männer ihre Arbeitslosig-keit durch Aufnahme einer neuen Anstellung zu beenden, 95 bzw.11,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt reagiert in der Stadt Bamberg weniger stark ausgeprägt auf die witterungsbedingten Einflüsse des Winters als die Landkreise des Agenturbezirks. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Januar um 182 Personen (+12,0 Prozent) auf 1701 zu. Es sind 131 Personen (-7,2 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Die Stadt Bamberg verzeichnet derzeit den größten Rückgang beim Abbau der Arbeitslosigkeit unter allen Städten und Kreisen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg.

In den letzten vier Wochen fanden 20,0 Prozent mehr Menschen eine neue Beschäftigung als letztes Jahr. Gleichzeitig verloren 13,9 Prozent weniger ihren Arbeitsplatz als im Januar 2018. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,1 Prozent (Vorjahr 4,6 Prozent).

Im Landkreis Bamberg stieg die Arbeitslosigkeit signifikanter als in der Stadt. Sie kletterte in den ersten Wochen des neuen Jahres saisonal bedingt um über ein Viertel (27,2 Prozent) bzw. 473 Personen auf 2214 Menschen. Während 2,9 Prozent (+18 Personen) mehr Menschen gekündigt wurde, fanden im Januar 28,1 Prozent mehr Personen (+43) eine neue Arbeit als letztes Jahr. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen ist momentan um 3,3 Prozent größer (+70 Frauen und Männer) als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich in den letzten vier Wochen um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent (Vorjahr 2,4 Prozent). Aus dem Bamberger Land gingen in den ersten Wochen des Jahres 182 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote bei den Vermittlungsexperten ein, 26,3 Prozent weniger als im Januar 2018. red