Der Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön zählte im Oktober 6664 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote erreichte erstmals in einem Oktober 2,7 Prozent (Vorjahresmonat 2,8 Prozent). Dies waren 360 Menschen weniger als im September. Die Quote lag im Vormonat bei 2,8 Prozent.

"Hervorzuheben ist insbesondere der Rückgang bei den Jugendlichen unter 25 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Anzahl um 151 arbeitslose Jugendliche reduziert. Viele Jugendliche, die nach der Ausbildung nicht übernommen wurden, konnten jetzt im Oktober einen Arbeitsplatz bei einem anderen Arbeitgeber finden", teilt Klaus Seebach, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, in einer Pressemitteilung mit.

Von der Entwicklung am Arbeitsmarkt begünstigt waren auch ältere Personen (50 Jahre und älter) sowie Menschen die bereits ein Jahr und länger arbeitslos waren. Im Oktober waren 2733 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen, das waren 85 Personen weniger als im September. Ebenso reduziert hat sich im Vergleich zum Vormonat die Anzahl der Personen um 71, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet waren. Im Oktober waren 1711 Menschen davon betroffen. Auch wenn der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen mit 6664 vergleichsweise niedrig ist, so steckt doch hinter dieser Zahl einiges an Bewegung. Im Oktober haben sich insgesamt 2285 Menschen arbeitslos gemeldet. Aus Arbeitslosigkeit abgemeldet hatten sich 2651 Personen.

Im Oktober wurden in der Region Main-Rhön 583 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das entsprach 8,7 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen.

Die Nachfrage der Arbeitgeber nach Arbeitskräften stieg im Oktober wieder deutlich an. Im Berichtsmonat nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 835 neue Stellenangebote an. Das waren 100 Stellenzugänge oder 13,6 Prozent mehr als im September. Jobsuchende konnten auf einen Bestand von 5492 freien Stellen zurückgreifen. Dies waren 25 Stellen weniger als im Vormonat, allerdings 418 mehr als im Oktober 2017. Besonders groß ist der Personalbedarf im verarbeitenden Gewerbe. Hier sind 806 offene Stellen zu besetzen, unter anderem im Bereich der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, im Maschinenbau und der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln. Der Bereich Gesundheits- und Sozialwesen verzeichnet ebenso eine große Nachfrage. Auch im Handel haben Bewerber gute Chancen. red