Die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön hat sich auch vergangenen Monat fortgesetzt. "Die Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent war der niedrigste Monatswert, den wir je in der Region Main-Rhön zu verzeichnen hatten", stellt Klaus Seebach, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Schweinfurt, fest. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat bewegte sich im üblichen Rahmen. Die Arbeitslosenquote sank von 2,8 Prozent im April auf 2,6 Prozent im Mai. In diesem Monat waren 6557 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 353 Personen weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Niveau der Arbeitslosigkeit deutlich niedriger. Damals wurden 907 Arbeitslose mehr gezählt und die Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent. Damit ging die Arbeitslosigkeit sowohl zum Vormonat als auch zum Vorjahr zurück.
Im Mai konnten wiederum fast alle von der Statistik ausgewiesenen Personengruppen von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes profitieren. Besonders die Jüngeren (15 bis unter 25 Jahre) waren mit einem Minus von 72 Personen (11,3 Prozent) besonders stark am Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat beteiligt. Gerade bei einem guten Arbeitsmarkt gibt es Monat für Monat viel Bewegung. Dies spiegelte sich im Zugang aus Beschäftigung und im besonderen Maße bei den Arbeitsaufnahmen wider. Im Mai überwogen die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit mit 928 Personen den Zugängen aus Erwerbstätigkeit mit 721 Personen.
Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, sank von 11 auf 9 Betriebe und von 69 auf 52 betroffene Personen.
Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die Unterbeschäftigung. Diese beinhaltet neben den arbeitslosen Menschen beispielsweise auch Personen in Weiterbildungen sowie Selbständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. 9967 Menschen waren im Mai von Unterbeschäftigung betroffen. Hier gab es im Vergleich zum Vormonat ein Minus von 426 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote war mit 4,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat um 0,2 und im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte rückläufig. "Die konstant gute Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in dem ungebrochenen Aufwärtstrend bei der Arbeitskräftenachfrage wider", stellt Seebach fest. Im Mai nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 1014 neue Stellenangebote entgegen. Das waren 187 Stellenzugänge oder 22,6 Prozent mehr als im April.
Die Zahl der Jugendlichen, die im Mai noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, lag mit 878 um 156 (15,1 Prozent) niedriger als vor der Jahresfrist. Sie hatten die Wahl zwischen 1883 unbesetzten Berufsausbildungsstellen. Das waren 167 (9,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Damit standen im Mai rein rechnerisch jedem jungen Menschen ohne Ausbildungsstelle 2,1 offene Stellen zur Verfügung. red