Die Agentur für Arbeit meldet für den Landkreis Kronach mit einer Arbeitslosenquote von unverändert 2,8 Prozent (Vorjahr 2,4 Prozent) weiterhin Vollbeschäftigung. Vor dreizehn Jahren, im Juni 2006, war die Arbeitslosenquote mit 8,0 Prozent übrigens weit mehr als doppelt so hoch.

Die Arbeitslosigkeit sank im Landkreis im Juni um 28 Personen oder 2,6 Prozent. Zum Ende der ersten Jahreshälfte waren 1069 Personen arbeitslos gemeldet. Ihre Zahl nahm in den letzten zwölf Monaten um 137 bzw. 14,7 Prozent zu. Im letzten Monat verloren 130 Menschen ihre Beschäftigung, 33 mehr als in 2018. 138 Personen fanden einen Job, 26 mehr als im Vorjahresmonat. Aus dem Landkreis Kronach gingen beim Arbeitgeberservice im Juni 148 versicherungspflichtige Stellenangebote ein, 10,8 Prozent (-18) weniger als im Vorjahr. Im Stellenpool gibt es aktuell 754 Vakanzen, 100 bzw. 11,7 Prozent weniger als 2018. Rein statistisch betrachtet entfallen auf 100 gemeldete Stellenangebote lediglich 142 arbeitslose Bewerber.

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. In den vergangenen vier Wochen ist die Arbeitslosigkeit agenturweit um 183 Personen (-1,9 Prozent) zurückgegangen. Im letzten Jahr waren es 14 Prozent (30 Personen) mehr gewesen. Ende Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg 9447 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 1,5 Prozent mehr (+138) als vor zwölf Monaten, aber 546 Menschen weniger als vor zwei Jahren. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich seit Mai um 0,1 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent und verharrt damit auf dem niedrigen Vorjahresniveau von 2,7 Prozent.

Chancen für Insolvenzlehrlinge

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit, sieht die aktuelle Entwicklung wie folgt: "Im letzten Monat mehrten sich aufgrund der anhaltend etwas kürzertretenden Konjunktur die Anzeichen von fehlenden Übernahmeperspektiven für Azubis nach ihrem Ausbildungsabschluss. Vor allem technische Berufe aus dem Bereich der Produktion und Industrie sind davon betroffen. Unser Arbeitgeberservice bekommt jedoch zunehmend Anfragen von Betrieben, die diesen gut ausgebildeten Berufsstartern eine Zukunft bieten möchten. Das gilt insbesondere auch für Insolvenzlehrlinge aus dem Raum Kronach. Ich gehe daher davon aus, dass wir die jungen Bewerber relativ schnell wieder in Beschäftigung bringen können."

Insgesamt sei das Risiko, aus konjunkturellen Gründen arbeitslos zu werden, leicht gestiegen, so Glos. Die Jobchancen seien für Fachkräfte aber weiterhin sehr gut. red