Der Haushalt der Marktgemeinde Maßbach ist unter Dach und Fach. Der Gemeinderat hatte das Zahlenwerk bereits vor zwei Wochen diskutiert, aber nicht verabschiedet, da damals fünf Mitglieder fehlten. Inzwischen ergaben sich noch einige Änderungen im Vermögenshaushalt, die Kämmerer
Harald Nürnberger in der Sitzung des Gemeinderates vortrug. Dazu gehört, dass die Grundstücks- und Hauseigentümer in der Ludwigstraße im Ortsteil Poppenlauer nun doch insgesamt 38 550 Euro zahlen müssen, die als dritte Vorauszahlungsrate für die Erschließungskosten festgesetzt worden waren.


Mehr Einnahmen

Nach dem Gesetzentwurf der CSU-Fraktion im Landtag zur Abschaffung der Straßenausbaubeträge werden Beiträge oder Vorauszahlungen, die vor dem 1. Januar 2018 durch einen Bescheid festgesetzt wurden, noch fällig. Weiter wurden im Haushalt die Einnahmen für Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet Poppenlauer um 100 000 Euro aufgestockt und betragen nun eine halbe Million
Euro an Einnahmen. Die Änderungen führen dazu, dass im Vermögenshaushalt die geplanten Kreditaufnahmen auf 326 000 Euro geschrumpft sind.
Im Verwaltungshaushalt gab es keine Änderungen gegenüber dem vor zwei Wochen vorgelegten Zahlenwerk. Der Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) beläuft sich auf 8,834 Millionen Euro, gut eine halbe Million mehr als 2017. Der Vermögenshaushalt (vor allem Investitionen) beläuft sich auf 3,750 Millionen Euro.


Neue Managerin

In der Sitzung stellte sich die neue Managerin der Kommunalen Allianz Schweinfurter Oberland, Hannah-Rabea Grübl (25) den Marktgemeinderäten vor. Die Nachfolgerin von Julia Hafenrichter trat ihren Dienst am 1. April an. Sie wurde in Schweinfurt geboren, wuchs in Oberwerrn auf und studierte 2011 bis 2015 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Geographie mit dem Schwerpunkt "Tourismus, Freizeit und Umwelt." Im Oktober 2015 begann sie ihr Masterstudium an der Universität Bayreuth im Fach Humangeographie. Das Projekt "Alltagsversorgung im ländlichen Raum", an dem sie mitwirkte, untersucht vor allem die Stadt-Land-Partnerschaften in Bayern. Angelehnt an dieses Thema befasst sich Grübl aktuell in ihrer Masterarbeit mit dem Thema Nahversorgung im ländlichen Raum.
Durch zwei Praktika in Regionalinitiativen des Schweinfurter Raumes, unter anderem im Oberen Werntal (2014) und im Schweinfurter Oberland (2015), konnte sie bereits erste Erfahrungen über die Regionalentwicklung im Schweinfurter Raum sammeln. Unter anderem solle ein Daseinsvorsorgekonzept für die Gemeinden ausgearbeitet werden, so Bürgermeister Klement zur Arbeit der neuen Allianzmanagerin. Auf eine Frage von Diethard Dittmar präzisierte er, dass es hier um Probleme im ländlichen Raum wie Einkaufen, ein kulturelles Angebot und den Verkehr gehe.
Die Allianz Schweinfurter Oberland will bekanntlich mit einem Förderprogramm Leerstände beseitigen. Die Häuser müssen mindestens 50 Jahre alt sein, seit mindestens einem Jahr leer stehen und außerdem in Fördergebiet liegen. Die Zuschüsse betragen zehn Prozent, maximal jedoch 10 000 Euro je Anwesen.
In der Lippelsgasse in Poppenlauer soll ein Haus, das seit 2016 leer steht, saniert werden. Die Kosten werden auf 23 300 Euro geschätzt, dafür gibt es nun 2336 Euro Förderung. Ein Bauherr will in der Volkershausener Straße in Maßbach ein seit 2008 leer stehendes Gebäude sanieren und neuen Wohnraum schaffen. Der Bauherr will knapp 135 000 Euro investieren und bekommt dafür die Maximalförderung von 10 000 Euro. Außerdem bekommt er noch 5100 Euro aus einem anderen Topf, dem Förderprogramm zur Gesamtsanierung von Gebäuden. Hier gibt es 30 Prozent Zuschuss, maximal aber 5100 Euro.


Volle Auftragsbücher

Zusammen mit den Jagdgenossen sollen auf dem Gemeindegebiet Wirtschaftswege hergerichtet und asphaltiert werden. Acht Firmen waren angeschrieben worden, nur drei zeigten Interesse und gaben Gebote ab. "Da merkt man halt die vollen Auftragsbücher", so Bürgermeister Klement. Der Auftrag wurde an eine Firma in Elfershausen für 125 564 Euro vergeben.