Vor einem Luxusproblem steht der Bürgerverein Mitte, wenn er Jahr für Jahr seinen Antik- und Trödelmarkt vorbereitet. Die Veranstaltung am 3. Oktober ist nämlich bei Händlern wie Gästen gleichermaßen beliebt, weil sie sich trotz der ständig zunehmenden Größte den liebenswerten Charme erhalten hat - sicherlich ein Verdienst des besonderen Welterbe-Ambientes in Bamberg. Und während fast alle vergleichbaren Märkte in Deutschland zu tun haben, genügend Händler zu finden, steht der Bürgerverein Mitte vor der Herausforderung, aus einer immer größer werdenden Schar von Händlern auswählen zu müssen, die unbedingt in Bamberg dabei sein wollen.

Qualität und Quantität

"Dies ermöglicht uns, ein qualitativ hochwertiges Angebot sicherzustellen, für das jedes Jahr Gäste aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anreisen", sagt der Vorsitzende Reiner Dietz. Als kostenlosen Service gibt es auch heuer wieder die Möglichkeit, den Wert der erworbenen "Schätze" von erfahrenen Gutachtern schätzen zu lassen. Dies wird im Pavillon des Bürgervereins vor dem Karstadt von 14 bis 16 Uhr angeboten.

Parallel dazu gibt es am Mittwoch auch einen Kinderflohmarkt, der wegen der Sperrung der Austraße diesmal in der Jesuitenstraße an der Martinskirche stattfindet. Er wird veranstaltet vom Förderverein St. Martin ebenso wie das traditionelle Weißwurstfrühstück im Innenhof der Kirche.

Gewinne für die Allgemeinheit

Für den Bürgerverein Mitte ist die Veranstaltung ein Kraftakt, den er jedoch gerne stemmt. Dietz erklärt warum: "Manches in Bamberg sähe anders aus, wenn es den Antik- und Trödelmarkt nicht gäbe." Schließlich stellt der Veranstalter die aus der Standvergabe resultierenden Gewinne in voller Höhe für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Damit wurden schon mehrere größere Projekte initiiert, beispielsweise die Fähre, das Mahnmal zur Hexenverfolgung oder Untersuchungen zur Innenstadtentwicklung. Gefördert wurden auch bürgerschaftliches Engagement beim Kontaktfestival oder die Kurzfilmtage. Zudem wurden und werden viele Vorhaben im sozialen, kulturellen und denkmalpflegerischen Bereich unterstützt, wie zuletzt die Skaterbahn, für die der Verein 2000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Über die Jahre kamen so über 100 000 Euro der Allgemeinheit zu Gute. "Dies war und ist nur möglich durch zigtausend ehrenamtlich erbrachte Arbeitsstunden", betont der Vorsitzende Dietz.