73 Anmeldungen für eine Hortbetreuung liegen der Gemeinde Maßbach im kommenden Schuljahr bereits vor. Das ist deutlich mehr als die Verantwortlichen gerechnet hatten. Deshalb plant der Markt Maßbach nun den Bau eines eigenen Kinderhorts an der Grundschule in Poppenlauer.

Nach Angaben von Bürgermeister Matthias Klement laufen derzeit die vorbereitenden Arbeiten. Es geht unter anderem darum, mit welcher Förderung zu rechnen ist. Klement hofft, dass das Projekt in das bayerische Förderprogramm kommt, das die bayerische Staatsregierung auflegen will. "Da hoffen wir, dass die Gemeinde den Zuschlag erhält."

Gemeinde ist überrascht

Derzeit gibt es in Poppenlauer 55 Hortplätze. Damit, so dachte man, habe man ein dauerhaftes Angebot, erklärt Bürgermeister Matthias Klement. Er ist selbst überrascht davon, wie schnell der Bedarf in nur fünf Jahren gestiegen ist. Als die Gemeinde 2014 die neue Kita in Poppenlauer einweihte, standen gerade zwölf Plätze zur Verfügung. Jedes Jahr wurde aufgestockt. Mittlerweile gibt es einen Hort im Tal, also in der Kita, und einen am Berg, in der Grundschule. Im Hort erhalten die Kinder auf Wunsch auch ein warmes Mittagessen, weil in der Kita ja ohnehin gekocht wird.

Weil aber auch diese Plätze im neuen Schuljahr nicht mehr ausreichen werden, will die Gemeinde noch provisorische Hortplätze in der Maßbacher Mittelschule schaffen, erläutert Matthias Klement. Der Platz dafür sei vorhanden.

Eine Dauerlösung soll dies aber nicht sein. Deshalb hofft Matthias Klement auf eine schnelle Verwirklichung des neuen Kinderhorts. Die Planung sieht vor, diesen in der Grundschule in Poppenlauer an den bestehenden Hort zu integrieren. Er wird platzmäßig so geplant, um dauerhaft ausreichende Kapazitäten zur Verfügung zu haben.

Für Matthias Klement ist die Verwirklichung des Projektes wichtig. "Wenn wir eine familienfreundliche Gemeinde sein wollen, müssen wir das bewerkstelligen", so seine Aussage.

Kita-Leiterin Ramona Müller ist froh, dass die Gemeinde so schnell reagiert. Auch sie zeigt sich überrascht darüber, wie schnell der Bedarf gestiegen ist. "Die Hortkräfte machen aber auch gute Arbeit", lobt sie ihre Kolleginnen. Durch die Berufstätigkeit beider Eltern sind Horte immer wichtiger, weiß Ramona Müller. Hinzu komme, dass die Großeltern heute auch oftmals noch im Berufsleben stehen und deshalb nicht wie früher die Betreuung der Enkelkinder übernehmen können. Von Eltern weiß Müller, dass viele auch schätzen, dass die Kinder im Hort ihre sozialen Kontakte aus der Schule weiter pflegen können. Ideal sei in Poppenlauer die enge Abstimmung zwischen Kita, Hort, Schule und Eltern. Betreut werden Kinder aus der gesamten Marktgemeinde.