Der Vorstand der Eberner FDP hatte in die Gaststätte "Veracruz" eingeladen, um das entdeckte Stollensystem kennenzulernen und sich kommunalpolitisch auszutauschen. Eingangs wurde dem Fachvortrag von Bayerns Höhlenforscher Heck gefolgt, in dem die Besonderheit des Stollensystems erklärt wurde.


Nichtstädtische Gewerbeflächen

Erstaunlich ist, dass es durch einen Brunnenschacht mit Wendeltreppe in den jüngeren Teil der Anlage geht. Bergbauliche Arbeiten konnten dabei erkannt werden.
Nach der Besichtigung berichtete Eberns Zweiter Bürgermeister Harald Pascher aus dem Stadtratsgeschehen und nahm Anregungen aus dem Teilnehmerkreis auf.
Dabei ging es auch um "die verpasste Ansiedlung eines neuen Betriebes im Kasernengelände". Hier wurde kritisiert, dass in Ebern auch weitere ausgewiesene, wenn auch nichtstädtische Gewerbeflächen hätten angeboten werden können.
Alternativ sollte in Ebern auch ein Ruheforst angeboten werden, denn nicht alle Bürger wollten als einzige Möglichkeit auf einem ummauerten Friedhof beigesetzt werden. Hierfür sei es unbedingt nötig, offen über das Bestattungswesen mit den Bürgern zu beraten.


Kritik an Radwegbau

Auch das Anlegen eines Radweges entlang der Staatsstraße 2278 von Ebern nach Jesserndorf sahen die Teilnehmer kritisch. Anstatt dessen wurde der Ausbau vorhandener Feld- und Waldwege favorisiert.
Bezüglich der Umgestaltung der Walk-Strasser-Anlage vom Grauturm bis zum Angergraben regte Eberhard Ponader an, die im Bereich um den Diebsturm bestehenden Bäume stehen zu lassen. Sollte dies nicht möglich sein, müsse für eine vernünftige Ersatzbepflanzung gesorgt werden.


Sportliche Einrichtungen prüfen

Als Anregungen erhielt Harald Pascher ferner, dass die sportlichen Einrichtungen im ehemaligen Kasernenbereich dringend überprüft werden sollten, da Nachholbedarf erkennbar sei.
Der Bau des Seniorenheimes im Baugebiet "Mannlehen" fand Zustimmung.
Da wieder Wahlen vor der Tür stehen, wurde angemerkt, dass der Anschluss an die Coburger Straße wieder schneller durchgeführt werden könne und die Planungs- und Bauphase nicht zehn Jahre dauern müsse.
Harald Pascher dankte dem Wirt für den Einlass in die Unterwelt und seine ausführlichen, verständlichen Erklärungen. red