Wirsberg —  Anni Wirth, geborene Pfister, die vor kurzem ihren 80. Geburtstag feiern konnte, hat in ihrem Leben schon viel erlebt und dennoch hat sie sich ihre Lebensfreude und ihre Frohnatur bis heute erhalten. 1955 verschlug es sie nach Amerika und lebte fortan im Haushalt der Schwester ihres Vaters.
"Man hatte mich schon mit zwölf Jahren auserwählt, weil Onkel und Tante kinderlos waren, aber ich ging erst mit 17 Jahren nach Amerika." Onkel und Tante waren in der US-Filmindustrie Hollywood als Portier und Putzfrau beschäftigt und so fand die Jubilarin auch einen Zugang zu bekannten Hollywoodgrößen wie Yul Brynner, Gregory Peck, Doris Day und Elizabeth Taylor. Anni Wirth war für die Hollwoodgrößen vergangener Zeit auch "Mädchen für alles": "Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es waren aber nur sechs Jahre, denn ich lernte dann meinen Mann, einen Amerikaner kennen, es wurde geheiratet und unsere Kinder geboren." Seit 1977 ist Anni Wirth wieder in das heimatliche Oberfranken zurückgekehrt, zunächst nach Marktleugast, wo ihre Eltern noch lebten, seit 1994 wohnt sie im Luftkurort. Sie liest gern Bücher, liebt die Musik, vorwiegend die Country-Musik, geht viel laufen und über ihr eigentliches Hobby wurde nur so viel bekannt: Sie lässt sich nicht gern in ihre Karten schauen.


Ein "Jungbrunnen"

Die Glückwünsche der Marktgemeinde Wirsberg überbrachte Bürgermeister Hermann Anselstetter, der der Jubilarin das Attribut "Jungbrunnen" verlieh: "Wenn man ihr begegnet, springen ihre weltoffene Art und ihre Lebensfreude auf andere über." Rei