Wenn Alfons und Anita Rauh aus Kleinsendelbach ihr Lebensbuch aufschlagen, kommen viele interessante Geschichten zum Vorschein. Die Wunschliste des Ehepaars ist am Fest seiner diamantenen Hochzeit übersichtlich, lediglich stabile Gesundheit und noch viel Zeit in trauter Zweisamkeit wünschte sich das Jubelpaar.

Am Samstag waren es 60 Jahre, die das Paar im Gleichschritt durchs Leben geht. Im Abendgottesdienst erinnerte Vikar Vincent Chettiar an den Beginn ihrer Ehe und den großen Tag, an dem sich die beiden 1959 in der Kirche St. Heinrich in Kleinsendelbach das Jawort gaben. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Roland Wartenfelser dankte Alfons Rauh besonders für seinen Einsatz als Mesner. Kennengelernt hatten sich die gebürtige Obertrubacherin und der gebürtige Kleinsendelbacher in der früheren NSF-Fabrik in Gräfenberg. Anita war dort als Angestellte beschäftigt und Alfons als Elektriker - und irgendwann hat es zwischen beiden gefunkt.

Das Vereinsleben ist beiden wichtig. So engagierte sich der Jubilar im Gesangverein, im Sportverein als Gründungsmitglied, aktiver Fußballer, aktiver Feuerwehrler und ab 1988 übte er das Amt als Mesner aus. Im vergangenen Jahr musste er schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt aufgeben. Besonders traurig stimmt ihn, dass es für ihn nicht mehr möglich ist, am Fronleichnamstag am Umzug teilzunehmen und den Himmel zu tragen. Fußball war und ist noch immer sein Leben. Mi 71 Jahren hat er sein letztes Spiel gemacht, erzählt Sohn Johannes. "Mein Vater hat sein ganzes Leben nur gearbeitet und der Garten war sein Heiligtum", verrät der Sohn, der nun vom Vater den Garten übernommen hat.

Anita Rauh führte bis 1979 einen kleinen Lebensmittelladen in Kleinsendelbach und gab diesen aufgrund der Ansiedlung von Lebensmittelmärkten auf. Anschließend arbeitete sie bis zu ihrem Ruhestand im Klinikbereich in Erlangen. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, sie gratulierten ebenso wie die sechs Enkel und drei Urenkel.

Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG), die sich noch als Vierjährige an die Hochzeit erinnerte, da sie in unmittelbarer Nachbarschaft aufgewachsen ist. Stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar (FW) gratulierte für den Landkreis Forchheim. Glückwunschschreiben gingen auch von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Umweltminister Thorsten Glauber (FW) und MdL Michael Hofmann (CSU) ein.