Nicht so stehen lassen wollen Stadträtin Michaela Wedemann (CSU) und Stadtrat Klaus Schebler (Neue Wege) eine Aussage der Fraktionen Forum aktiv, Freie Wähler, SPD und dem fraktionslosen Leo Pfennig, nachdem die beiden den Antrag auf Auflösung des Kommunalunternehmens Kultourismus gestellt hätten. "Das ist faktisch gesehen eine Lüge", betont Klaus Schebler. Er verweist auf den Antrag vom 10. August 2016. Darin heißt es: "Die Verwaltung wird beauftragt, die Rückführung des Kommunalunternehmens in die städtische Verwaltung zum 1. Januar 2018 vorzubereiten. Die Verwaltung prüft, ob eine andere Rechtsform ab dem 1. Januar 2018 möglich und sinnvoll ist". Außerdem erinnert Klaus Schebler an die Begründung von damals, nach der die Rückführung aus steuerrechtlichen Gründen dringend geboten gewesen sei. "Wir haben von Rückführung gesprochen, niemals von Auflösung", betont er.


Interessen der Bürger

"Unser Antrag bezog sich auf die Rückführung des Kommunalunternehmens in städtische Hände. Die Verwaltung hatte über 18 Monate Zeit ein Konzept zu erarbeiten, dies erachte ich nach wie vor für ausreichend", sagt Michaela Wedemann dazu.
"Ich will aber mich nicht auf den Pfad begeben, der ist schuld oder jener ist schuld, alte Verwaltungsräte oder neue Verwaltungsräte, stattdessen sollte endlich mal eine Sachpolitik gemacht werden, die Münnerstadt voran bringt. Denn egal welche Fraktion wir sind, wir sind alle gewählt, um nicht unser eigenes Wohl, sondern die Interessen unserer Bürger zu vertreten. Schuldzuweisungen egal in welche Richtung auch, bringen uns und die Stadt nicht weiter", sagt Michaela Wedemann.