Andreas Bär ist der neue Quartiersmanager des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Weitramsdorf. Der 29-jährige Sozialpädagoge hat sein Büro im Wohnpark "Am Callenberg" im Ortsteil Weidach. "Aber Andreas Bär ist für alle Menschen in Weitramsdorf da", stellte ASB-Geschäftsführer Thomas Schwesinger bei der Vorstellung "des Neuen" jetzt fest. Deshalb hat der gebürtige Neustadter auch einen eigenen Dienstwagen, um alle Ortsteile von Weitramsdorf zu erreichen.

Mit dem Wohnpark "Am Callenberg" hat der Arbeiter-Samariter-Bund eine in Deutschland bislang einmalige und vorbildhafte Wohnform für ältere Menschen geschaffen. Durch die verschiedenen Betreuungsformen und Pflegeintensitäten können ältere Menschen möglichst lange und selbstständig wohnen. Andreas Bär wird als Quartiersmanager die Beratungs-, Betreuungs- und Bildungsangebote für Menschen in dem Wohnpark und in der Gemeinde Weitramsdorf koordinieren. "Der Wohnpark ,Am Callenberg‘ soll nicht nur in sich selbst funktionieren, [...] sondern eine Initial-zündung für eine breiter aufgestellte, generationenfreundliche Politik in der Gemeinde Weitramsdorf sein", heißt es in der Aufgabenbeschreibung. Gefördert wird die Stelle vom Deutschen Hilfswerk.

Andreas Bär hat an der Hochschule Coburg Soziale Arbeit studiert und war in der Erwachsenenbildung tätig. In der nächsten Zeit wird es mit einer Taschengeldbörse und einem Wünschebaum die ersten konkreten Projekte geben. Gegen ein "Taschengeld" werden via Internet kleine Dienstleistungen ausgeschrieben und vermittelt, so etwa das Kehren des Gehsteigs. Auch um die Erfüllung von alltäglichen kleinen Wünschen wird sich Bär kümmern.

"Es ist wieder ein weiterer Schritt, um für ältere Menschen etwas zu tun", erklärte Wolfgang Bauersachs. Der Bürgermeister von Weitramsdorf wies auf die Probleme hin, mit denen besonders ältere Menschen in kleineren Gemeinden konfrontiert seien: Immer mehr kleine Geschäfte in den Ortsmitten schließen oder Arztpraxen sind nicht mehr besetzt. Bauersachs: "Wir müssen die Menschen zum Einkaufen fahren." Quartiersmanager Bär könne sich der Unterstützung der Gemeinde sicher sein.

Der Wohnpark "Am Callenberg" im Weitramsdorfer Ortsteil Weidach "läuft hervorragend", die Erwartungen haben sich nach den Worten von ASB-Geschäftsführer Thomas Schwesinger mehr als erfüllt. Die 25 Plätze der Tagespflege seien bereits acht Wochen nach der Eröffnung am 1. Mai dieses Jahres belegt gewesen. "Wir haben bis zu drei Nachfragen täglich, die wir aber leider nicht erfüllen können." Deshalb sei die Tagespflege seit dem 1. September um acht Plätze auf 33 Plätze erweitert worden, "und das ist auch alles voll".

Ein Drittel der Besucher kommt aus Weitramsdorf selbst. Von den Pflegeappartements im Wohnpark "Am Callenberg", die für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf konzipiert sind, werden die letzten acht nach und nach vermietet. Aufgrund der hohen Nachfrage beginnen die Bauarbeiten für zwei weitere Wohnblocks noch in diesem Jahr.

Der Wohnpark "Am Callenberg" zieht mit seinem Konzept inzwischen bundesweit die Aufmerksamkeit und Besuche aus Fachkreisen auf sich. red