Nachdem der Bamberger Weihnachtsmarkt heuer eine Woche früher beginnt, muss der traditionelle Honig-markt des Imkervereins Bamberg und Umgebung bereits am kommenden Samstag im Rahmen des Wochenmarktes auf dem Grünen Markt stattfinden. Im 39. Jahr in Folge können die Bamberger ihre Vorräte für den Winter auffüllen.
Ein langer Winter, sehr warme Tage im Frühling und große Kälterückschläge von April bis Mai machten keine große Hoffnung auf eine reichliche Honigernte. Dennoch ist es den über-lebenden Bienenvölkern gelungen, zumindest eine gute Frühtracht einzubringen, teilt Imker Karl-Heinz Übelacker mit. Im Bamberger Land habe man mit der Frühernte zufrieden sein können. Die Akazie und die Lindenblüte fielen in eine Schlechtwetterperiode, so dass hier nur an einzelnen Ständen solcher Sortenhonig geerntet werden konnte. Ebenso kam aus dem Wald nur an wenigen Stellen eine Tracht zu Stande, die von den Bienen genutzt wurde. Deutschlandweit gab es beim Waldhonig sehr große Unterschiede, da zum Beispiel der Wald in der Oberpfalz noch weit in den August hinein honigte. Im Bamberger Land waren die Bienen spätestens ab Anfang Juli auf Nahrungssuche für den täglichen Gebrauch und konnten keine Vorräte mehr anlegen.
Dennoch wird für die Verbraucher ein umfassendes Honigangebot bereitstehen. Honigkunden, so Karl-Heinz Übelacker, können sicher sein, dass der angebotene Honig den Richtlinien des deutschen Imkerbundes entspricht, von hoher Qualität sei und direkt vom Erzeuger stamme. Deutscher Honig zeichne sich durch seine Vielfalt aus. Deswegen schmecken gleiche Honigsorten wegen des unterschiedlichen Trachtangebotes auch von Stand zu Stand verschieden. Der Markt bietet die Gelegenheit, Honig zu kosten. Er wird auch in eigene Gefäße abgefüllt bzw. werden die Originalgläser zurückgenommen und getauscht. red