Theaterspielen hat in Hutschdorf Tradition. Schon 1919 gab es eine Schauspieltruppe. Vor drei Jahren hat sich die eigenständige Theatergruppe Hutschdorf (wieder)gegründet, sie sorgt seitdem für Furore. Mit dem Schwank "Außer Spesen nichts gewesen" will man nun an die Erfolge anknüpfen.

Die Besucher erwartet eine Aufführung in drei Akten, die vor Komik, Verwechslungsdramatik und überschäumendem Humor nur so sprüht. Spannend ist es auch, wie eine geplante Reise einer Großfamilie zu verschiedenen Zielen in ein Chaos mündet und dennoch zum Happyend findet.

Die zehn Akteure, darunter die Neulinge Thomas Voigt und Richard Zimmermann, proben seit Anfang Oktober eifrig und wollen zur Premiere am Ostermontag, 22. April, um 18 Uhr im Haus Bethanien topfit sein.

Für die Gesamtkonzeption ist Eberhard Einwag zuständig, der sich über das Engagement seiner Leute freut. "So langsam fügt sich das Bild zusammen zu einem sehenswerten Niveau, das die Laienschauspieler erreichen können."

Ein echtes Erlebnis

Er versuche, einzelne Charaktere so herauszustellen, dass die Zuschauer merken, wie intensiv die Akteure bei der Sache sind. "An den Feinheiten arbeiten wir noch, um den Dreiakter zu einem echten Erlebnis werden zu lassen." Ein bisschen nervös sieht Richard Zimmermann seinem Debüt entgegen, denn er muss als grundsolider Mann ein Schlitzohr verkörpern. "Theaterspielen ist ja Verwandlung, das Schlüpfen in eine andere Rolle, ich hoffe, das gelingt mir". Die Älteste, "die Grande Dame", ist Berthilde Zapf, hat Bühnenerfahrung schon seit 1949 und ist daher abgeklärt. Sie ist die typische Schwiegermutter in dem Stück. "Ich kann mir Texte leicht merken, lerne sie am besten nachts im Bett", sagt sie.

Ihr gefällt, dass in der Theatergruppe Jung und Alt so gut harmonieren. "Wir verstehen uns privat gut und machen auch gemeinsame Ausflüge."

Die Hutschdorfer können auf ein treues Publikum bauen und freuen sich über neue Besucher. Am Ostermontag wird in dem kleinen Dorf Theaterluft wehen.