Die gute Laune war Christian Stadler, Trainer des Regionalligisten SpVgg Bayreuth, nach dem 4:1 gegen den FC Augsburg II nicht zu nehmen. Kein Wunder: Vor dem Gastspiel beim FC Bayern München II am Mittwoch um 19.30 Uhr haben die Altstädter die direkten Abstiegsränge verlassen.


Regionalliga Bayern

FC Bayern München II -
SpVgg Bayreuth

"Wir wollen nicht mehr unter den Strich rutschen", gibt sich Stadler kampfeslustig. "Irgendjemand hat was von einem Bonusspiel gesagt, aber wir fahren nicht nach München, um zu verlieren oder einen Punkt mitzunehmen. Wir wollen einen Sieg."
Ein ganz neues Selbstvertrauen der Bayreuther, die zwei Wochen vorher bei der 1:3-Niederlage gegen den VfB Eichstätt uninspiriert aufgetreten waren. "Eigentlich wollte ich an das Spiel gar nicht mehr denken", sagt Stadler, "aber offensichtlich haben wir die richtigen Lehren gezogen."
Gegen Greuther Fürth II hamsterten die Altstädter einen Zähler, siegten dann in Pipinsried, um gegen Augsburg den nächsten Schritt zu machen. "Wir stehen stabil", hat Stadler festgestellt. "Und schaffen es auch, nach vorne effektiv zu arbeiten." Eng verbunden mit der neu entdeckten Offensivstärke sind die Namen Kristian Böhnlein und Ivan Knezevic. Böhnlein agierte hinter den Spitzen bärenstark, Knezevic sprühte vor Spielfreude und nutzte die Räume, die Patrick Hobsch an vorderster Front schuf.
Die Personalsituation bei den Bayreuthern ist gut, nur Anton Makarenko fällt weiter aus. Gut möglich, dass dieselbe Startformation wie gegen Augsburg beginnt: Youngster Tom Krahnert fügte sich nach anfänglicher Nervosität gut ein und ersetzte Chris Wolf (Rückenprobleme) ohne Substanzverlust.


Vorsicht vor der FCB-Offensive

Und der FC Bayern II? In Schweinfurt kam die Elf von Trainer Tim Walter nicht über ein Remis hinaus, gegen die Club-Reservisten bezog man die erste Niederlage nach zwölf Spielen. Ein besonderes Augenmerk gilt es, auf die Offensive zu richten: Kwasi Wriedt (13 Tore) und Milos Pantovic (8) sind brandgefährlich.
Für Motivation bei den "kleinen" Bayern dürfte die Tabelle sorgen: Aktuell haben sie zwölf Zähler Rückstand auf den TSV 1860 München, den man am drittletzten Spieltag noch vor der Brust hat. Bis dahin wollen die Bayern um den aus Lichtenfels stammenden Kapitän Niklas Dorsch und das aus Ebermannstadt kommende Keeper-Talent Christian Früchtl den Abstand möglichst kleinhalten, um die Löwen zu kitzeln.