von unserer Mitarbeiterin Andrea Spörlein

Altendorf — Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) teilte dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung mit, dass sich die Gemeinden Buttenheim, Hirschaid, Pettstadt, Eggolsheim und Altendorf verständigt haben, einheitliche Gebühren für die Kindertagesstätten bzw. die Schülerbetreuung zu finden. Dadurch will man einen möglichen "Tourismus der Eltern auf der Suche nach dem günstigsten Betreuungsplatz verhindern".
Wagners Vorschlag, die Buchungsgebühren in der gemeindlichen Kindertagesstätte "Kürbisland" moderat anzuheben, fand im Gemeinderat keine ungeteilte Zustimmung. Sicherlich auch deswegen, weil die Einrichtung nur von drei Kindern von außerhalb des Gemeindegebiets besucht wird und voll belegt ist.

Vorschlag erarbeiten

Für eine eventuelle Gebührenanhebung bei der Schülerbetreuung will die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung einen Vorschlag erarbeiten.
Der Altendorfer Gemeinderat erörterte ausführlich mögliche weitere Entwicklungsflächen im Gemeindegebiet. Da in der Gemarkung Altendorf nur noch wenige Möglichkeiten bestehen, rückte Seußling in den Mittelpunkt der Überlegungen.
Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister mit den Grundstückseigentümern in den zwei möglichen Bebauungsgebietet entsprechende Gespräche zu führen.
Vermeiden will das Gremium jedoch, dass es zu einer ähnlichen Entwicklung wie im Baugebiet "Herrnröte" kommt. Hier sind voll erschlossene Bauplätze nicht auf dem Markt und werden wohl in naher Zukunft auch nicht zur Verfügung stehen.
Aufgrund einer aktuellen Anfrage wurde darüber hinaus diskutiert, ob es zukünftig möglich ist, einen bestehenden Bebauungsplan aufzuheben, wenn ein Baubewerber generell andere Vorstellungen über die Art der Bebauung, die Geschossflächenzahl und das vorgeschriebene Baufeld hat.
Der Wunsch, ergänzende Planungen im Außenbereich des Bebauungsplanes "Herrnröte" anzuregen, fand im Gremium keine Unterstützung.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Gebührensatzung für die gemeindlichen Friedhöfe zu ändern. Im Gemeindegebiet werden die Gräber von einer Firma hergestellt. Die anfallenden Kosten, sie variieren entsprechend der Art der Gräber, sollen ab sofort in gleicher Höhe von den jeweiligen Grab eigentümern verlangt werden.
Die sich im Besitz der Gemeinde befindlichen Reihengaragen in der Gotenstraße erhalten nun ein Satteldach, das so beschaffen ist, dass es im Genehmigungsfreistellungsverfahren errichtet werden kann. "Es ist dies keine optimale Lösung", meinte der Bürgermeister, aber mit dem angrenzenden Nachbarn konnte keine Einigung gefunden werden.
Ob nun noch eine Photovoltaikanlage angebracht wird, soll im nächsten Jahr entschieden werden. Die entsprechenden Mittel sind im aktuellen Haushalt nicht vorhanden.
Wagner teilte weiter mit, dass die Renovierungsarbeiten im Kommorantenhaus im vollen Gange sind. Trotz der schwierigen bzw. teilweise nicht vorhersehbaren Arbeiten und den Auflagen des Denkmalschutzes bewegt man sich im Kostenrahmen. Eine Nachfolgemieterin für das Objekt wurde zwischenzeitlich gefunden. Vor der nächsten Gemeinderatssitzung ist eine Besichtigung des Anwesens geplant.
Ausführlich informierte Bürgermeister Karl-Heinz Wagner über die zweite Informationsveranstaltung zum viergleisigen Bahnausbau in der Regnitz-Arena in Hirschaid. Für die Gemeinde Altendorf waren keine neuen Fakten von den Verantwortlichen der Bahn zu erfahren. Wagner kritisierte die schlechte Vorbereitung der Mitarbeiter der DB Projekt-Bau und eine Präsentation, die in kürzester Zeit durchgedrückt wurde und für den interessierten Bürger kaum nachvollziehbar war.

Neue Fragen statt Anworten

"Nichts Neues für die Kommunen und für die Bürger viele verwirrende Details", so formulierte das Altendorfer Gemeindeoberhaupt sein persönliches Resümee der Veranstaltung. Haben doch für ihn "so manche Antworten von Seiten der Planer, eher noch neue Fragen aufgeworfen".
Die Präsentation soll in der nächsten Sitzung des Gemeinderats mit der notwendigen Zeit noch einmal gezeigt werden. Darüber hinaus wird laut Bürgermeister eine Computeranimation zu sehen sein, die dem Betrachter die Durchfahrt mit dem ICE durch die betroffenen Gemeinden zeigt.