"Die Kraft hinter dem Rhythmus - Vom Naturphänomen zur Ta-Ke-Ti-Na" lautete das Motto bei einem Heiligenfelder Gespräch der gleichnamigen Klinik. Rund 80 Teilnehmer sind zum Vortrag von Frank Rihm, Gesamtleiter der Kreativtherapeuten, gekommen. Der Abend wurde mit audiovisuellen Elementen begleitet.
Die Videosequenz "Rhythmus im Alltag in Afrika" vermittelte eindrucksvoll, dass Rhythmus ein alltäglich gelebtes und kulturelles Ritual in Afrika ist. Auch wenn es eine Vielzahl von Definitionen über Rhythmus gibt, so lässt sich dieser durch Pulsieren, Strömen, Längen und Kürzen einheitlich beschreiben. Bereits berühmte Komponisten wie Ludwig van Beethoven oder Johann Sebastian Bach machten sich diese drei Urbewegungen in ihren Werken zu Nutze. Auch der Herzschlag folgt einer gewissen Rhythmusordnung. "Alles im Leben sei Rhythmus", sagte Frank Rihm.
Vieles nehmen wir allerdings nicht bewusst wahr. Nachweislich ist Rhythmus auch entscheidend für den Heilungsprozess, wie Forschungsergebnisse der Rhythmustherapie "Ta-Ke-Ti-Na" der Heiligenfelder Kliniken zeigen. Bei dieser Therapieform
lernen die Patienten wieder in den "Fluss mit sich selbst" zu kommen, um so Heilung zu erfahren.
Jeder Mensch hat Rhythmus im Blut, versicherte Rihm. Die Herausforderung sei, diese Fähigkeit immer wieder zu erwecken. Denn aus dem Chaos heraus entstehe eine polyrhythmische Ordnung, die nach einer gewissen Zeit wieder ins Chaos gehe, um sich neu zu sortieren. So sei Rhythmus eine stete Abfolge von Ordnung und Chaos.
Am Ende der Veranstaltung durften die Besucher Rhythmus am eigenen Körper erleben und konnten so erste Erfahrungen mit der Therapiemethode "Ta-Ke-Ti-Na" sammeln.


Schnupperkurs

Für alle Interessierten veranstaltet die Akademie Heiligenfeld am Donnertag, 9. November um 19.30 Uhr einen Ta-Ke-Ti-Na-Schnupperkurs im Seminarhaus. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Frank Rihm leitet den kreativtherapeutischen Bereich in den Heiligenfeld Kliniken. Seit rund 30 Jahren arbeitet er mit Ta-Ke-Ti-Na, hauptsächlich im klinischen Bereich. In vielen Jahren hat er den Ta-Ke-Ti-Na-Prozess auf die klinische Arbeit übersetzt. red