Die Gemeinde bastelt im Rahmen des städtebaulichen Projekts "Sanierung Ortskern Trebgast" weiter an der Gestaltung der neuen Mitte. Das Planungsbüro Quaas hat dazu eine Studie entwickelt. Dem Gemeinderat lagen in der jüngsten Sitzung jeweils zwei Planentwürfe darüber vor, welches Gesicht die Bahnhofstraße und der Steinhauerplatz künftig bekommen könnten.

In beiden Fällen fühlten sich die Räte von Komponenten beider Varianten angesprochen. Das Gremium sprach sich deshalb nach kurzer Diskussion dafür aus, das Planungsbüro zu beauftragen, aus ausgewählten einzelnen Bausteinen beider Vorlagen einen dritten Entwurf zu fertigen. Das führt in der Bahnhofstraße dazu, dass ein Teil des hinteren früheren Raiffeisengebäudes zurückgebaut wird. Dadurch könnten sieben Parkplätze entstehen.

Barrierefreie Rampe

Das Gebäude selbst bekommt eine barrierefreie Rampe. Offen bleibt noch, ob auf dem Grünstreifen hinter der Gärtnerei eventuell ein öffentliches WC vorgesehen werden soll. Der Buswendeplatz soll in seiner bisherigen Form beibehalten werden, wobei noch das Problem mit den Falschparkern rechts entlang der Trebgast geregelt werden muss.

Der Steinhauerplatz soll als Einbahnstraße von der Berliner Straße her beibehalten werden. Gegenüber der Einfahrt wird ein Verkehrsspiegel angebracht, der den Fußgängern die Überquerung der Berliner Straße erleichtern soll.

Gleich hinter der Einfahrt wird auf der linken Seite ein Stellplatz für den Sparkassen- und einen Reisebus vorgesehen. Im Anschluss daran, entlang der Gleisanlage der DB, werden ein Teil der insgesamt 33 geplanten Parkplätze und eine Sitzgruppe entstehen. Eventuell wird hier auch eine Schautafel aufgestellt, auf der die Geschichte des Steinhauerhandwerks erklärt wird, die eng mit diesem Platz verbunden ist.

Noch nicht ganz klar ist die Platzierung eines Gebäudes, in dem ein Wasser- und Stromanschluss sowie Zeltgarnituren ihren Platz finden. Am südlichen Ende des Platzes wird nach Fertigstellung künftig auch der Maibaum aufgestellt.

Thema Naturbühnen-Parkplatz

Noch einmal behandelt wurde die bereits im April beschlossene Erweiterung der vorhandenen Parkplätze für die Naturbühne. Der Bauherr hatte geänderte Unterlagen vorgelegt, um eine beschränkte Erlaubnis für das Einleiten von Niederschlagswasser von befestigten Flächen in den Untergrund zu erhalten. Demnach wird der hintere westliche Bereich mit einer zehn Zentimeter dicken, mit Rasen bewachsenen Oberbodenschicht versehen. Zur wasserrechtlichen Genehmigung ist die Einhaltung aller Festlegungen des Wasserwirtschaftsamtes notwendig.

Für den Neubau eines Kaltwintergartens in der Gemarkung Trebgast ist eine Befreiung von den Festsetzungen hinsichtlich der Überschreitung der Baugrenze erforderlich.

Familie will bauen

Mit der Auflage, das anfallende Niederschlagswasser gemäß dem vorliegenden Entwässerungsplan in den Mischwasserkanal einzuleiten, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) erläuterte anhand eines Lageplanes, dass es in Michelsreuth Interessenten für die Errichtung eines Einfamilien-Wohnhauses gibt. Laut Aussage der Bauverwaltung und des Landratsamtes wäre es möglich, das Baurecht durch eine Einbeziehungssatzung zu erwägen. Dazu sollen die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Der bisherige Mieter des Opelhauses in der Berliner Straße ist aus Altersgründen in das Awo-Seniorenzentrum im ehemaligen Bahnhof gezogen. Für Sanierungsarbeiten wurden folgende Aufträge vergeben. Zimmereiarbeiten (1512,97 Euro) Firma Röder, Hegnabrunn; Malerarbeiten (9994,04 Euro) Firma Rosa, Mainleus; Schreinerarbeiten (9210,04 Euro) Firma Popp, Ködnitz.

Werner Diersch informierte noch darüber, dass der Auftrag für die Sanierung des Spielgeräts am Badesee für 19 911,68 Euro brutto an die Zimmerei Meisel, Trebgast, vergeben wurde.