Das war ein willkommenes nachträgliches Weihnachtsgeschenk für die acht Coburger Grundschulen. Markus Kolbinger, Frank Fenske und Heinz Bittermann von der Coburger Niederlassung der BID- Unternehmensgruppe hatten gleich zwei große Schecks im Gepäck, als sie am Mittwochvormittag die Pestalozzi-Grundschule am Ketschendorfer Hang aufsuchten.


Für tolle Extras

Eine Spende im Umfang von insgesamt 18 000 Euro soll besonderen Projekten der acht Coburger Grundschulen zugutekommen, die aus dem Etat des Sachaufwandsträgers, der Stadt Coburg, nicht finanziert werden könnten. Das sind solche Projekte und Vorhaben, die zwar durchaus sinnvoll sind, aber für die sonst kein Geld da ist. In der Pestalozzischule, die symbolisch die Spende am Mittwoch für alle Coburger Grundschulen entgegengenommen hat, geht es vor allem darum, die Lernbereiche Natur und Technik zu fördern. Rektorin Karina Kräußlich-Leib erläuterte, dass der in Sachen Natur und Technik fachkundige Vize-Geschäftsführer des Stadtjugendrings, Oliver Völker, beispielsweise einschlägige 90-Minuten-Unterrichtseinheiten durchführen wolle. Außerdem sei ein "Tag des offenen Experimentierens" mit Eltern und Kindern geplant.
Wie Frank Fenske der Presse erläuterte, reichen die Pläne anderer Coburger Schulen von einem Wintersporttag über ein integratives Theaterprojekt bis hin zu einem Workshop Instrumentenbau mit Abschlusskonzert. Und das seien nur einige Beispiele. "Da wird jede Schule ihre individuellen Vorstellungen entwickeln", sagte Markus Kolbinger. "Die Schulfinanzierung muss auch über solche Standbeine verfügen."
17 500 Euro aus der Gesamtspende stammen vom Bayerischen Inkasso-Dienst (BID) direkt. 500 Euro seien bei der vorweihnachtlichen Feier von den Coburger BID-Mitarbeitern gesammelt worden.
Zur Spendenübergabe hatten sich die BID-Delegation zusammen mit den Vertretern der Schule und den Schulbehörden in der neuen Lernwerkstatt der Pestalozzischule versammelt, die sich mittlerweile zu einem Lieblingsort der Pestalozzischüler entwickelt hat. Es ist ein kreativer Lernort, an dem die Grenzen zwischen Lernen, Experimentieren und Spiel verblassen. "Das macht richtig Spaß", versicherten die Kinder unisono bei der Spendenübergabe. mako