"Geht nicht gibt's nicht", lautet eines der Prinzipien, denen Alfred Fehn ein Leben lang vertraute. Mit seinen nunmehr 90 Lebensjahren blickt der Jubilar auf eine lange Zeit zurück und erzählt bildreich von seinen Erfahrungen.
Seine Lehre als Koch schloss er mit der besten Gesellenprüfung in Coburg ab, arbeitete in diesem Beruf in einem Hotel in Erfurt und auf Schloss Banz. Nach dem Krieg erlernte Fehn in Windheim auch noch das Bäckerhandwerk.
Er fand Beschäftigung in einer Bäckerei in Tettau, wo er seine Marianne kennenlernte und heiratete. Der Jubilar freut sich über drei Kinder, sechs Enkel und acht Urenkel.
Das Paar hatte 1957 bis 1960 in Weidnitz eine eigene Bäckerei und hier kam eines der großen Hobbys von Alfred Fehn zum Tragen. Als begeisterter Motorradfahrer baute er sich für seine 200er-NSU-Super-Lux einen Anhänger und fuhr damit seine Backwaren zu den Kunden. Dieses Motorrad hat er heute noch, mit 85 Jahren machte er damit seine letzte größere Tour durch den Thüringer Wald. Sein handwerkliches Geschick brachte ihn 1966 zu einer neuen Arbeitsstelle. Er zog zurück in seinen Geburtsort Windheim und verdiente von da an seinen Lebensunterhalt als Betriebsschlosser bei der Tettauer Glasfabrik (jetzt Gerresheimer).
Seit 1991 genießt Alfred fehn seinen Ruhestand und verbringt bis heute viel Zeit bei einem weiteren Steckenpferd. In einer Werkstatt hat er mehrere Maschinen stehen, mit denen er anspruchvolle Drechselarbeiten fertigt: "Kaufen kann man diese Sachen nicht, die gibt es nur als Geschenk."
Als geselliger Mensch schloss er sich der Sängervereinigung Edelweiß Windheim an, wo er als aktiver Sänger im Bassregister mitwirkte. Er war im Vorstand tätig, führte als Conferencier viele Jahre durch die Pfingstkonzerte und hat sogar ein Lied über seinen Heimatort Windheim mit dem damaligen Dirigenten Raimund Trebes komponiert und getextet.
Die Sängervereinigung unter der Leitung von Raimund Trebes machte ihm zu seinem Jubiläum mit einem Ständchen und einem Solo von Ingo Fehn eine besondere Freude.
Bürgermeister Thomas Löffler gratulierte und übermittelte die Glückwünsche der Gemeinde Steinbach am Wald. hm