Marion Krüger-Hundrup

Wie vielfältig Afrika ist, zeigt die besondere Filmreihe von acht ausgewählten Spiel- und Dokumentarfilmen, die ab Sonntag, 24. September, im Kino Lichtspiel und im Bistumshaus St. Otto gezeigt wird. Anlässlich des zehnjährigen Partnerschaftsjubiläums der
(Erz-)Bistümer Bamberg und Thiès im westafrikanischen Senegal bietet die Medienzentrale der Erzdiözese, in Kooperation mit dem Referat Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat, diese Filmjuwelen der interessierten Öffentlichkeit an: "Es sind Highlights aus dem breiten Themenspektrum Afrikas, die wir vorhalten und die bei uns ausgeliehen werden können", erklärt Manfred Koch, Leiter der Medienzentrale.
Mit seiner Mitarbeiterin Verena Kriest hat Koch für die Veranstaltungsreihe Filme ausgesucht, die auch Brennpunkte auf dem Schwarzen Kontinent näher beleuchten: die lebensbedrohliche Flucht über das Mittelmeer ins Paradies Europa etwa ("Die Piroge", Mittwoch, 27. September, 18.30 Uhr im Lichtspiel). Oder die Gefahr durch fundamentalistische Islamisten ("Timbuktu", Montag, 25. September, 18.30 Uhr und "Mali Blues", Sonntag, 1. Oktober, 15 Uhr, im Lichtspiel).


Humorvolles Roadmovie

Auch ein humorvolles afrikanisches Roadmovie der anderen Art fehlt nicht ("TGV Express - der schnellste Bus nach Conakry", Mittwoch, 4. Oktober, 18.30 Uhr, im Lichtspiel).
Ausgesprochene Perlen in der Filmkette sind "Cahier Africain" aus der Zentralafrikanischen Republik (Sonntag, 8. Oktober, 15 Uhr im Lichtspiel), Träger des Deutschen Menschenrechtsfilmpreises von 2016, sowie "Le Jardin d'Ewald" (Donnerstag, 28. September, 17 Uhr im Bistumshaus St. Otto). Dieser Film ist eine Dokumentation über den unaufhörlichen Kampf gegen einen übermächtigen Gegner im Senegal, die Dürre. Nach der Vorpremiere für geladene Gäste in Bamberg im November 2014 hat dieser im Bistum Thiès gedrehte Film der Berliner Regisseurin Alexandra Pille eine Reise um die Welt gemacht: Er war auf internationalen Filmfestivals auf allen Kontinenten nominiert und wurde auch an renommierten europäischen und amerikanischen Universitäten gezeigt. Die Regisseurin wird im Bistumshaus St. Otto dabei sein und mit dem Bischof von Thiès, André Gueye, ins Gespräch kommen.
Zentraler Filmabend wird "Unterm Sternenhimmel" sein (Montag, 2. Oktober, 18.30 Uhr im Lichtspiel). Der französisch-senegalesische Spielfilm erzählt eine Migrationsgeschichte, die sich über drei Länder erstreckt. Nach dem Film gibt es ein moderiertes Gespräch mit Erzbischof Schick und Bischof André Gueye über Ursachen und Konsequenzen der Fluchtbewegungen aus dem Senegal - mit Live-Musik und Imbiss. Den Auftakt am Sonntag, 24. September (15 Uhr im Lichtspiel), bildet ein Blick nach Südafrika. Das Biopic "Mandela: Der lange Weg zur Freiheit" schildert in eindringlichen Bildern den Kampf gegen die Apartheid.