Ende 2016 hat in der Straße Am Wiesengrund der Wasserzweckverband die Wasserleitung erneuert. Auch die Straße sollte neu gebaut werden, was jedoch zu 80 Prozent auf die Anwohner umgelegt worden wäre. Widerstand regte sich bei den Anwohnern, die teils unvertretbar hohe Kosten hätten leisten müssen, wie ein Antragsteller in der Gemeinde Kleinsendelbach aufzeigte.
Die angefangenen Straßenbauarbeiten hätten zu einer Beschädigung der Straße in hohem Maße geführt. Da über das weitere Vorgehen der Straßenausbaubeitragsätze noch kein gesetzlicher Beschluss vorhanden ist, wurde auch der Neubau seitens der Gemeinde nicht weiter verfolgt.
Die Rohrgräben in der Straße seien provisorisch mit Grobasphalt verschlossen worden und die durch den Bau ramponierten Bordsteinkanten und Gehwege nur schlampig repariert worden, ist in dem Antrag zu lesen. Für den nächsten Winter würden in einzelnen Abschnitten erhebliche Straßenschäden drohen, weshalb die Straße wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen sei.
Die Anwohner seien nicht bereit, sich längerfristig mit der zerstörten Straße zufrieden zu geben. Deshalb erwarten die Bürger, dass die Restarbeiten zur Wiederherstellung vorgenommen werden, zumindest sollte die Straße ähnlich aussehen wie vor den Arbeiten. Die notwendigen Arbeiten sollten noch vor Wintereinbruch geschehen.
"Wir können nichts in Auftrag geben, solange wir nicht wissen, was finanziert wird", machte Armin Fuchs (UWG) deutlich. Die Gemeinde habe vom Zweckverband kein Geld erhalten und könne deshalb kein Geld abrufen, stellte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG) klar.
Seitens der Dorfgemeinschaft (DG) kam der Vorschlag, für diese Straße eine Priorität auszusprechen, damit sich die Bürger nicht vergessen fühlten. Dass diese Priorität ohnehin bestehe, meinte Fuchs. Eva-Maria Regenfus (UWG) meinte, für das weitere Vorgehen müsse man auf den Gesetzesbeschluss warten.
Der Aussage über einen schlechteren Straßenzustand als vorher konnte der Gemeinderat nicht zustimmen. Wenn es schlechter würde, könne die Straße provisorisch saniert werden. "Dann stellen wir eben ein Schild mit Geschwindigkeitsbeschränkung 10 auf", sagte Bürgermeisterin Werner. map