Arkadius Guzy

Anscheinend können sich viele von der alten Saalebrücke nicht trennen. Jetzt, da sie vom Verkehr abgeschnitten auf ihren Abriss wartet, kursieren viele Ideen, wie sie genutzt werden könnte: zum Beispiel als Party-Lokation. Doch der Abbruch steht unwiderruflich fest. Eine Abschiedsfeier für die Brücke könnte es aber trotzdem geben. Wie Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) auf Anfrage von Martin Wende (CSU) im Stadtrat mitteilte, kläre die Stadt gerade, ob solch ein Fest sicherheitstechnisch möglich sei.
Der Bereich rund um die neue Brücke und den neuen Kreisel wird noch landschaftlich gestaltet. Valtin Dietz vom Büro Dietz und Partner stellte den Stadträten die Begrünungspläne vor, die das Landschaftsarchitektur-Büro im Auftrag des staatlichen Bauamts Schweinfurt gerade erstellt.
So sollen nördlich der Straße zwischen Lagerkreuzung und Brücke Ulmen gepflanzt werden. Die Wiese südlich der Straße in der Nähe des Anschlussbereichs an die B 287 ist als Erweiterungsfläche für den Familienwald gedacht. Denn am Sportzentrum stoße der Familienwald an seine Kapazitätsgrenzen, wie der Bürgermeister erklärte.
An der alten Lagerstraße könnten laut dem gezeigten Entwurf 16 neue Stellplätze entstehen. Die Marienstatue wird am Stadteingang wieder aufgestellt. Sie soll dort einen kleinen, zurückversetzten Platz mit Sitzmöglichkeit bekommen. Die Sichtachse wird einen Blick auf Kloster und Schloss Saaleck eröffnen.
Der Fahrbahnteiler zwischen Lagerkreuzung und Brücke und der neue Kreisel werden mit einer Staudenmischung begrünt. Die Kreiselfläche sei zu klein für Aufbauten, erklärte Dietz. Es wird also keine künstlerische Gestaltung wie auf dem Amtsgerichtskreisel geben. Aber direkt an der Einmündung der Weihertorstraße ist ein Blickfang vorstellbar, der die Stadt symbolisiert. Das könnte zum Beispiel das neue Signet der Stadt, der Großbuchstabe H, sein, das jüngst vorgestellt worden war.
Der Begrünungsplan muss im Detail noch mit dem staatlichen Bauamt abgestimmt werden, sagte Dietz. Er steht noch nicht endgültig fest. So wird der Stadtrat noch darüber entscheiden müssen, ob er den zusätzlichen Parkplatz an der Lagerstraße und ein Kunstobjekt am Stadteingang haben möchte, da die Stadt die Kosten dafür übernehmen muss. Die Erweiterung des Familienwalds muss die Stadt mit dem staatlichen Bauamt regeln, da die Fläche dem Freistaat gehört.