Zu einem Vortrag über den Aber- und Volksglauben in unserer Region konnte das Pilgerbüro Marienweiher den Heimatforscher Adrian Roßner aus Zell gewinnen. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 17. Oktober, um 19 Uhr im Wallfahrerhaus.

Im modernen Alltag kann man sich fast nicht mehr vorstellen, wie das Leben vor 250 bis 300 Jahren ausgesehen hat. Kriege und Krankheiten versetzten die einfache Bevölkerung auf dem Land in Angst und Schrecken. Zu diesen mehr oder weniger weltlichen Gefahren kam auch die Furcht vor dem Bösen, das hinter jeder Ecke lauern konnte.

Der Aberglaube, die Angst vor übernatürlichen Mächten, Dämonen und Geistern, war weit verbreitet, doch wurden letzte Relikte der "Irrlehren", wie Martin Luther es nannte, noch lange bis in das 20. Jahrhundert hinein gepflegt. Nun jedoch droht dieses Kapitel der Heimatkunde, zu dem auch das Brauchtum zählt, dem Vergessen anheimzufallen und im Dunkel der Geschichte zu verschwinden. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. red