Tom Land, der Organisator des Canalissimo-Festes in Bamberg, ist nicht abergläubisch. Zum 13. Mal steigt dieses heimelige und gemütliche Fest nun schon am Regnitzkanal zwischen der Schleuse 100 und dem Rathaus Schloss Geyerswörth. Und es sieht nach Lands Einschätzung so aus, als würde es diesmal ohne den Einspruch der Anwohner gehen, die letztes Jahr noch mit einer einstweiligen Verfügung gegen die Veranstaltung gedroht hatten.
Möglicherweise haben sich aber im vergangenen Jahr auch die meisten Festbesucher an die Auflagen gehalten und es gab kaum oder keinen größeren Anlass zu Beschwerden. So dass, wie Tom Land meint, die Festbesucher auch immer selbst einen Einfluss darauf haben, ob eine Veranstaltung ohne größere Auflagen und Nachbeben stattfinden könne oder zu Unmut bei den Anwohnern führe.


Sicherheitskonzept steht

Ralf Haupt vom Ordnungsamt der Stadt teilte auf Anfrage mit, dass ein 16-seitiges Sicherheitskonzept für die Veranstaltung vorliege, Grundvoraussetzung dafür, dass man die Veranstaltung überhaupt genehmigen könne. Was er vom Veranstalter für dieses Jahr aber erwarte, so Haupt, sei eine genaue Zählung der Besucher, die sich gleichzeitig auf dem 3000 Quadratmeter großen Festareal aufhalten. Land gehe bislang von einer Schätzung aus, die 4385 Personen ansetze, man wolle das aber zukünftig genauer wissen.
Klar ist jedenfalls, dass die Festveranstaltung auch dann eine Beeinträchtigung für die Anwohner bringt, wenn alle besten Willens sind und einfach nur ein schönes Fest feiern wollen. Und auf den guten Willen aller hoffen nicht nur Land und Haupt, sondern auch die Sicherheitskräfte, die in Bereitschaft sind.
In diesem Jahr gibt es am Samstag sogar einen zeitlichen Zuschlag, so Land. "Wir dürfen am Samstag bis eine halbe Stunde vor Mitternacht feiern, das ist doch was", zeigt sich Land erfreut über diese Entwicklung. Und, soweit man den Wetterprognosen trauen darf, wird dieses Fest am Kanal nicht ins Wasser fallen.
Man habe sogar die Werbung für das Fest etwas zurückgefahren, denn man freue sich zwar über den anhaltend starken Besucherzuspruch, wolle aber die Kapazitätsgrenzen dieses Festes nicht unnötig strapazieren. Ein Geheimtipp sei das Canalissimo eh schon lange nicht mehr. Die Gäste sitzen heuer allesamt noch näher am Wasser, das verspreche noch ein bisschen mehr Venedig-Stimmung, erklärt Veranstalter Land.


Kinderstück und Gottesdienst

Los geht es wie jedes Jahr am Donnerstagnachmittag um 16 Uhr. An allen Ständen, so Land, werden Programmspender angebracht, so dass die Gäste immer bestens über die einzelnen Acts informiert würden. Am Samstag gibt es ab 15 Uhr auf der fröhlichen Kinderbühne das Stück "Wie der Kaschber Geburtstag hatte".
Am Freitagnachmittag ist auch schon traditionell ab 14 Uhr der Tag der Betriebe angesetzt. Am Sonntag findet um 10 Uhr wieder der Gottesdienst statt, erläutert Land.
Bei der musikalischen Gestaltung setze man auf die bewährten Interpreten und Bands. Man könne sich also auf Lateinamerikanisches mit "Rafi y su Combo" freuen, auf Newcomer wie "WilderPilger", auf Traditionelles wie "TheFabFive" oder die "BoogieBalls". Die Topröhre von Esther Jung fehle ebenso wenig wie "Marc & The Wild Ones".
Geöffnet ist das Canalissimo am Donnerstag von 16 bis 22 Uhr, am Freitag von 14 bis 23 Uhr, am Samstag von 14 bis 23.30 Uhr und am Sonntag im Anschluss an den Festgottesdienst von 11 bis 22 Uhr.