In 660 Ausbildungsstunden, verteilt auf knapp zwei Jahre, haben sich zwölf Frauen umfangreiche Kenntnisse in Hauswirtschaft, Familien- und Haushaltsmanagement angeeignet. Vor kurzem gab es die verdienten Zeugnisse.
Greta Albrecht aus Meeder-Birkenmoor ist glücklich. Endlich geschafft! "Im Hotel Mama", sagt sie, "habe ich zwar schon viel gelernt, aber für einen generationenübergreifenden Haushalt wie bei uns braucht's schon ein bisschen mehr." Nun hat sie das Zertifikat der Hauswirtschaftsschule Coburg in der Hand. Ebenso wie Tanja Degen aus Marktzeuln, Waltraud Hartmann aus Neuensee, Melanie Oppel aus Redwitz, Laura Pacurar aus Rödental, Bettina Popp aus Lichtenfels, Kirsten Schwarm aus Coburg, Susanne Sinne-Spörl aus Niederfüllbach, Brigitte Weiß aus Wolfsdorf, Teia Wich aus Lichtenfels, Sonja Wicklein aus Lichtenfels und Anna Zielosko aus Neundorf.
Eine lehrreiche Etappe liegt hinter den Frauen, wie Christine Reininger, die Leiterin der Hauswirtschaftsschule, die Schulzeit Revue passieren lässt, eine Zeit voller interessantem Lehrstoff in den Unterrichtsfächern Hauswirtschaft, Familien- und Haushaltsmanagement, Berufs- und Arbeitspädagogik, Ernährungslehre, Unternehmensführung, Küchenpraxis, Haus- und Textilpraxis sowie Hausgartenbau. Von den 22 Frauen, die gestartet waren, hatten zwölf durchgehalten. Dabei erreichte die muntere Damenklasse einen beachtlichen Notendurchschnitt von 1,5, was für Christine Reininger Beweis ist für viel Motivation und Ehrgeiz, für Können und Erfahrung. "Für Außenstehende ist es schwer nachzuvollziehen, warum gestandene Frauen, die bereits einen Beruf haben und einen Haushalt führen, sich für die Hauswirtschaftsschule entscheiden", meinte die Schulleiterin, "aber wie überall kann man eben auch in der Hauswirtschaft sagen: Gelernt ist gelernt." Zu den Gratulanten gehörte auch Coburgs Landrat Michael Busch.
Schulstart ist wieder am 19. September 2016. Anmeldungen sind unter www.aelf-co.bayern.de oder bei Christine Reininger unter 09561/769-134 möglich. gb