von unserem Mitarbeiter Thomas Weichert

Gößweinstein — Eine Erhöhung der Wassergebühren für die Kunden des Wasserversorgers der Wiesentgruppe lehnte der Verbandsrat während der jüngsten Verbandsitzung vorerst ab. Auf Grundlage der vorgelegten Kalkulation, die von jährlichen Verlusten für die Jahre von 2016 bis 2019 von 256 700 Euro bis zu 276 200 Euro ausgeht, sah Verbandsvorsitzender Hanngörg Zimmermann eine Anhebung der Wassergebühr von derzeit 1,09 Euro um 0,35 Cent auf 1,44 Euro pro Kubikmeter als notwendig an. In diesem Jahr lag der Verlust bei 204 106 Euro.
Allerdings hat sich das Guthaben um gut 84 000 Euro auf über 2,2 Millionen Euro erhöht. Die Abschreibungen betragen fast 470 000 Euro. Eine Gebührenerhöhung sei daher momentan nicht vermittelbar, so Georg Lang. "Ich werde mich massiv gegen eine Gebührenerhöhung wehren, solange die Wiesent gruppe Millionen auf dem Konto hat", so Lang und Dietmar Brandes meinte, dass eine Gebührenerhöhung von 30 Prozent viel zu hoch sei. Man könne lediglich über eine moderate Erhöhung nachdenken, so auch Roland Müller. Erst müssten die Rücklagen von 2,2 Millionen Euro abgeschmolzen sein. Daher wurde der Tagesordnungspunkt "Gebührenerhöhung" wieder abgesetzt. Der Kooperationsvertrag mit der Stadt Ebermannstadt zur Schaffung des zweiten Standbeins konnte bereits geschlossen werden. Dafür werden Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro und hiervon 500 000 Euro als Staatszuschuss erwartet. Für die Wiesentgruppe verbleiben damit noch 800 000 Euro, die aus dem Guthaben bezahlt werden, dass dann auf rund 1,4 Millionen Euro sinken wird. Durch den Kooperationsvertag mit den Stadtwerken Ebermannstadt wird die Selbständigkeit der Wiesentgruppe gesichert. Die Fernmeldekabel der Stadtwerke kann die Wiesentgruppe kostenfrei nutzen. Um eine Aufkeimung in der Verbindungsleitung zu vermeiden, fordert das Gesundheitsamt eine jährliche Durchflussmenge von rund 24 000 Kubikmetern. Davon werden die Stadtwerke rund 16 000 Kubikmeter an die Wiesentgruppe liefern, während rund 8000 Kubikmeter von der Wiesentgruppe an die Stadtwerke geliefert werden. Der Verrechnungspreis beträgt jeweils 55 Cent je Kubikmeter.
Die Kooperationspartner vereinbarten, dass die Verbundleitung bis 31.Dezember 2016 in Betrieb genommen werden kann.