von unserem Mitarbeiter Volker Schneller

Herzogenaurach — Am Sonntag kommt es um 14.30 Uhr in der Sporthalle des Herzogenauracher Gymnasiums zur Neuauflage des Bayernliga-Evergreens zwischen den Handball-Frauen der TS Herzogenaurach und der HSG Fichtelgebirge. Im Pokalspiel vor 14 Tagen an selber Stelle behielten die Gastgeberinnen mit 35:13 deutlich die Oberhand, doch damals war der Gegner mit einer verstärkten Reserve angetreten.

TS Herzogenaurach -
HSG Fichtelgebirge
Diesmal trifft das Team von Trainer Hans-Jürgen Kästl auf einen kompletten Gegner, mit dem sich die TSH über viele Jahre spannende und hart umkämpfte Auseinandersetzungen geliefert hat. Allein das Mitwirken der herausragenden Torschützinnen Franziska Scheidler und Anna Wölfel garantiert ein völlig anderes Auftreten der Gäste als im Pokalspiel, speziell Linkshänderin Wölfel im rechten Rückraum ist schwer zu verteidigen.
Umgekehrt wird der Einsatz der etatmäßigen Torfrauen Janina Gruber und Heike Faltenbacher der sowieso fest zupackenden HSG-Defensive Stabilität verleihen. Die Fichtelgebirgler haben nach einem Besuch der Kellerregion in die Spur gefunden, wie der bemerkenswert klare 27:19-Heimerfolg gegen den TSV Ottobeuren bestätigt. Zu Zeiten der ligaweit stärksten Spielgestalterin Hermankova brillierte die HSG mit spielerischer Eleganz, heuer ist das Spiel mehr auf körperbetonte Dynamik ausgelegt, ohne dass die Tempogegenstöße und eine druckvolle zweite Welle verloren gingen. Zudem ist die HSG problemlos in der Lage, über 60 Minuten hohes Tempo zu gehen.


Personelle Rückschläge

Herrschte bei Kästl am Dienstag noch Zuversicht, bis auf die langzeitverletzte Corinna Merz endlich in Bestbesetzung antreten zu können, gab es einen Tag später schon wieder einige Unsicherheitsfaktoren. So ist Saskia Probsts Einsatz aufgrund ihrer Rückenprobleme, die sich verschlimmert haben, völlig offen. Vicky Egle, in den letzten Begegnungen in bestechender Form, hat sich unter der Woche krankheitsbedingt abgemeldet. Angesichts der studienbedingten Abwesenheit von Sarah Stephan war neuerlich keine wunschgemäße Vorbereitung möglich.


Moral, Fans und Mittasch

Umso wichtiger werden die schon unter Kästls Vorgänger Udo Hermannstädter oft gezeigte Moral seiner Mädels und die Unterstützung der Fans sein, die hoffen, dass Neuzugang Steffi Mittasch ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt. Die HSG Fichtelgebirge ist kein Überflieger, aber mit der TSH auf Augenhöhe. Am Samstag in Ismaning waren es Kleinigkeiten, die die Begegnung zugunsten der Gastgeberinnen kippten. Diesen Sonntag müssen die Herzogenauracherinnen diese Nuancen zum eigenen Vorteil nutzen.