Zweckverbandsvorsitzender Rhön-Grabfeld-Landrat Thomas Habermann hat die sehr gute Zusammenarbeit sowohl mit der neuen Museumsleiterin Ariane Weidlich als auch mit der neuen Geschäftsführung des Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum gelobt. Für ihn als Vorsitzender war es die Schluss-Sitzung, denn nun wechselt der Vorsitz wieder für zwei Jahre zum Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel. Diese Regelung habe sich sehr gut bewährt. Sehr professionell nannte Habermann die Einarbeitungsphase der neuen Museumsleiterin. "Die Zusammenarbeit macht wirklich Spaß."


Kaum noch ein finanzielles Polster

Geschäftsleiter Andreas Polst, der die Nachfolge von Karsten Eck angetreten hat, informierte über die außerplanmäßigen Aufwendungen. Dazu zählt vor allem der Umbau des Bahnüberganges in Heufurt. Polst bezifferte die Kosten für die Umgestaltung auf 66 000 Euro. Hinzu kommen noch einmal 50 000 Euro. Die entstanden durch einen Starkregen, der die Bahngleise unterspült hatte. Kosten, die nun im neuen Haushalt 2017 durch Einsparungen und Umschichtungen wieder hereingeholt werden müssen. Damit ist kaum ein finanzielles Polster mehr vorhanden. Museumsleiterin Ariane Weidlich sprach bauliche Probleme im Museum an. Dabei geht es um zwei Scheunengiebel, die stark baufällig sind. Zum einen ist es die Scheune aus Rappershausen, zum anderen die aus Trappstadt. Eine statische Untersuchung ergab bei Rappershausen: "Gefahr in Verzug." Bei der Scheune in Trappstadt ist es nicht so schlimm, weshalb die Instandsetzung auf 2018 verschoben werden kann. Das Problem der Scheune Trappstadt sei, dass sie, entgegen dem früheren Standort, gedreht wurde. Das bedeutet, dass auf der sogenannten "Wetterseite" der Giebel stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Die Sanierung soll mit Fachkräften und eigenen Leuten erfolgen.


Sägen nur mit Absperrungen

Angesprochen hat die Museumsleiterin die geplante Umsetzung eines Sägewerks aus Bastheim. Das sei kritisch und werde von ihr nicht befürwortet. Dabei geht es auch um das Gelände, denn das Sägewerk steht in Bastheim an einem Hang. Der müsste in Fladungen auf einer Länge von etwa zwölf Metern erst aufgeschüttet werden. Zum Betrieb im Freilandmuseum sagte Ariane Weidlich, dass dazu ein Sägemeister bei Vorführungen dabei sein müsste. Außerdem dürfe das Publikum den Vorgang nur hinter Absperrungen beobachten. Einig wurde man sich, den Punkt zurückzustellen und eventuell eine Ortsbesichtigung in Bastheim vorzunehmen.


Besucherzahlen konstant

Jens Englert, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, stellte die Besucherstatistik für 2016 vor. Danach pendeln sich die Besucherzahlen bei 60 432 ein, im Vorjahr waren es 62 493 und 2014 genau 61 757. Wichtig sei es aber, dass man sich bei 60 000 stabilisiert. Interessant: Im vergangenen Jahr haben 1300 Menschen mit Schwerbehindertenausweis das Museum besucht. Das Motto 2017 lautet: Dorf, Gemeinschaft, Miteinander. "Das passt zum Thema Inklusion", sagte Jens Englert.
Wie Geschäftsleiter Andreas Polst sagte, hat der Haushalt 2017 ein Gesamtvolumen von 2 495 300 Euro. Die Eintrittsgelder im zu Ende gehenden Jahr pendelten sich bei 195 000 Euro ein. "Damit braucht sich das Museum nicht zu verstecken, das entspricht dem Rechnungsergebnis des Finanzplanes 2016." Die Personalkosten liegen bei 893 200 Euro, für Werbung wurden 105 500 Euro ausgegeben. Die Kosten der Bestandserhaltung stiegen von 70 000 auf 180 800 Euro. Im kommenden Jahr sind keine Rücklagenentnahmen möglich. Der Schuldenstand pendelt sich bei 488 690 Euro ein.