Arkadius Guzy

Die Stadt überweist jährlich 100 000 Euro als Betriebskostenzuschuss für das Hallenbad an die Stadtwerke. Der Stadtrat hat nun beschlossen, diesen Betrag bis 2020 zu zahlen. Im Jahr 2019 müssen die Stadtwerke einen neuen Antrag für den Betriebskostenzuschuss stellen. Außerdem bekommen die Stadtwerke 50 000 Euro für das Jahr 2011 nachgezahlt.
Damals, während der Sanierung des Hallenbads, war der Betriebskostenzuschuss halbiert worden. Nun hatten die Stadtwerke die Überweisung der ausstehenden 50 000 Euro beantragt. "Trotz Schließung des Hallenbads mussten wir auch im Jahr 2011 die Personalkosten voll tragen", begründete Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Kühnl in der Stadtratssitzung.
Wie es zu der damaligen Halbierung gekommen war, konnten die Stadträte nicht ganz nachvollziehen. Denn es gab keinen Beschluss, sondern nur eine Vereinbarung zwischen dem damaligen Bürgermeister und dem Kämmerer.
Neben dem Betriebskostenzuschuss bekommen die Stadtwerke auch einen Investitionskostenzuschuss für die Sanierung des Freibades von jährlich knapp 160 000 Euro. Mit dem Geld bedienen die Stadtwerke die Kredite für die Sanierung. Bisher erhalten sie den Betrag nachträglich.
Auf Antrag der Stadtwerke wird die Zahlungsweise nun umgestellt: Sie sollen das Geld für das laufende Jahr zur Verfügung haben. Das soll Liquidität schaffen, um die Kredite zu bedienen, wie Kühnl erklärte.
Die Umstellung der Zahlungsweise bedeutet für die Stadt, dass sie im Jahr 2016 einmalig doppelt zahlen muss. Daher wird der zusätzliche Betrag auf zwei Jahre verteilt, also auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017.