Reichenbachs ganzer Stolz ist die Feldkapelle St. Mariae etwa 500 Meter südwestlich des Ortskerns. Ihr alter Holzzaun war in sehr schlechtem Zustand, deshalb hat die Katholische Kirchenstiftung St. Michael einen stabilen, pulverbeschichteten Zaun für rund 7700 Euro bestellt. Da es sich bei der Marienkapelle - so Dekan Thomas Hauth - um ein sehr zentral liegendes Aushängeschild der Gemeinde handle, bat man um Gewährung eines Zuschusses. Dem kam das Gremium einstimmig nach.
Wie Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) ausführte, liegt das Umfeld der Kapelle im Untersuchungsgebiet der vorbereitenden Untersuchungen für die Umsetzung der städtebaulichen Maßnahmen. Dabei wollte man laut Ritter ohnehin die Kapellenstraße vom Friedhof beginnend bis zum vorderen Bereich angehen und dabei auch die Marienkapelle als vorhandenes Flurdenkmal hervorheben. Um Zuschüsse aus diesem Topf zu erhaltenen, hätte die Kirchenstiftung den Plan aber vor Durchführung der Maßnahme einreichen müssen.


In einem Aufwasch

Die Bürgermeisterin informierte, dass bei der Baumaßnahme in der Fichten- und Frankenwaldstraße Glasfaserleerrohre mitverlegt werden. Zuschüsse erhält die Gemeinde dafür nicht, da die Maßnahme aus Zeitgründen nicht im Rahmen des Masterplans zum Breitbandausbau in Reichenbach erfolgt. "Wir machen doch jetzt nicht die Straße zu und in drei Jahren wieder auf", meint die Bürgermeisterin. Der Anschluss ab Straßenkante muss für die insgesamt 29 Haushalte von den Anliegern selbst bezahlt werden.
Um für die Anlieger Kosten zu sparen, wird das von der Gemeinde in Eigenregie ausgeführt. Man rechnet mit Kosten pro Anschluss von bis zu 200 Euro.
Die mündlichen Aufträge hierfür hat die Bürgermeisterin bereits erhalten. Der Ablaufplan für beide Straßen sieht als Fixtermine für den Abschluss der Fichtenstraße 2. Dezember 2016 sowie für die Frankenwaldstraße 28. Juli 2017 vor.


Entwässerungsprobleme

Siegfried Stubrach (BLR) fragte die Bürgermeisterin, warum die erst vor einem Jahr sanierte Schulstraße nunmehr wieder aufgegraben worden sei.


Schildbürgerstreich?

Laut Ritter war die Oberflächenentwässerung nicht eingebunden, so dass man die Straße habe öffnen müssen. "Ich kann das nicht nachvollziehen, dass ein Ingenieurbüro nicht so weit vorausgedacht hat. Das kann doch nicht sein, das ist doch ein Schildbürgerstreich", ärgerte sich Stubrach, dass die Straße nach einem Jahr dermaßen aufgerissen sei. Das Büro solle den Schaden seiner Haftpflichtversicherung melden.
"Wir wissen noch nicht, wer schuld ist", beschwichtigte die Bürgermeisterin, die den Sachverhalt mit den Architekten besprechen wird. Dabei werde sich herausstellen, ob in den Planungen die Oberflächenentwässerung enthalten war und lediglich von der ausführenden Firma vergessen wurde oder ob sie tatsächlich vom Planungsbüro nicht berücksichtigt worden sei.