Der Neubau der Turnhalle am Schulzentrum ist im Zeit- und Kostenplan. Architekt Bruno Hauck erläuterte dem Stadtsteinacher Stadtrat und Schulleiter Michael Pfitzner am Montag vor Ort den Sachstand und die als nächstes anstehenden Arbeiten. Er ist zuversichtlich, dass die Halle mit Beginn des nächsten Schuljahres genutzt werden kann. Zugang und Außenanlagen werden etwas länger dauern. Die Kosten für die bisher vergebenen und teils abgeschlossenen Gewerke (1 463 000 Euro) liegen nach Abrechnung des Architekten derzeit um 20 000 Euro unterhalb der Kostenschätzung.
In der vergangenen Woche, so Bruno Hauck, wurde das Gebäude einer Dichtigkeitsprüfung unterzogen - und für in Ordnung befunden. Damit sollten eventuelle Ritzen und Spalten gefunden werden, durch die Wärme verloren gehen könnte. Nun könne man als nächstes Böden verlegen und Decken montieren, die Sanitärräume fliesen und Türen einbauen. Die Außenwände sind fast vollständig isoliert; danach wird verspachtelt und verputzt.
Montiert sind bereits die Heiz- und Lichtelemente an der Decke der Sporthalle: In breite, flache Streifen zur Beheizung entlang der kurzen Hallenseite sind LEDs zur Beleuchtung eingelassen. Die Strahlungswärme aus diesen Elementen, so der Architekt, sei angenehmer als die aus herkömmlichen Heizkörpern. Sie seien auch stabil und belastbar. Einige Stadträte machten sich nämlich Sorgen, dass die neuartigen Heiz-Leucht-Körper durch besonders rustikales Ballspiel "abgeschossen" werden könnten.
Verbunden sind die Heizkörper über übliche Rohrleitungen und ein Zuleitungsrohr unter dem Schulhof mit der Heizung im Keller des Schulhauses. Die neue Pelletsheizung dort wird sowohl das Schulhaus als auch die Turnhalle beheizen.
Begonnen wird nun auch mit der Sanierung des Schulgebäudes, zunächst an der Fassade. Gefördert wird die Energetische Sanierung über das Kommunalinvestitionsprogramm zu etwa 74 Prozent.
Für die schrittweise weiterschreitende Sanierung des gesamten Schulgebäudes ist bereits ein vorgeschaltetes Verfahren eingeleitet, an dem das Architekturbüro Hauck in Bayreuth ebenfalls beteiligt ist. In diesem Vorverfahren wird das Gebäude insgesamt von Fachleuten untersucht und der Renovierungsbedarf festgestellt. Dabei werden nicht nur der Zustand des Hauses sondern auch die schulischen Belange berücksichtigt. Nach einer groben Kostenschätzung wird man dann weitersehen, merkte Bürgermeister Wolfrum an. Erste Anhaltspunkte könnte man möglicherweise bereits in der nächsten Stadtratssitzung erfahren, sagte Wolfrum.