In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig die Vorentwurfsplanung für die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Geisfeld. Dieter Nitsche vom Architekturbüro Format 4 aus Litzendorf erläuterte die geplanten Schritte über Bestand, Rückbau, Neu- und Anbau zur neuen, zukünftigen Kinderkrippe und Kindergarteneinrichtung. Ein gesundes Umfeld durch Verwendung der entsprechenden Materialien stehe mit im Vordergrund, so der Architekt. Die Kinderkrippe und der Kindergarten wären dann künftig jeweils separat von der Ortsstraße Schulstraße zu erreichen. Die Aufteilung der Nutzung in der vorgestellten Variante hat die Zustimmung "aller" (Kindergartenleitung und Aufsichtsbehörde) erhalten. Thema sei es nun, die Fördermittel bei der Regierung von Oberfranken zusammen mit der Verwaltung abzuklären.
Andreas Kehl (Neue Liste) lobte die Planungen und die professionelle Herangehensweise an die Aufgabenstellung, Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) hat bereits zusammen mit den Architekten einen Termin bei der Regierung von Oberfranken zur Klärung der Fördermittel vereinbart.
Zur Flurentwicklung Wernsdorf informierte Pius Schmelzer vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE). Er ging auf die bisherigen Schritte im Rahmen der Flurwerkstatt Wernsdorf ein. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung, unter anderem bei einem Seminar in Klosterlangheim, wurden die Themen Landwirtschaft, Kulturlandschaft, Infrastruktur und Dorfentwicklung neu erarbeitet. Die Ziele der ländlichen Entwicklung sind die Förderung der allgemeinen Landesentwicklung sowie die Erhaltung und Verbesserung einer intakten Umwelt, der ökologischen Vielfalt und des hohen Erholungswertes der Kulturlandschaft.


Gemeinderat nun am Zug

Die Gemeinderäte seien nun in einer der nächsten Sitzungen aufgefordert, anhand der vorgelegten Zahlen die gemeindliche Beteiligung in Prozent der Gesamtmaßnahme festzulegen, so der Erste Bürgermeister. Der aktuelle Fördersatz des Freistaates liege bei 75 Prozent, von dem zunächst nur im Hier und Jetzt auszugehen sei.
Kontrovers wurde das Modell des Landkreises zur Elektromobilität (Einstieg in das sogenannte E-Carsharing) in der Sitzung diskutiert. Gemeinderat Christian Beickert (SPD) merkte an, dass die Gemeinde kein professioneller Autoverleiher sein dürfe, und wünschte sich, den Beschluss ausschließlich auf den Bezug des Fahrzeuges zur gemeindlichen Nutzung zu beschränken, also ohne Verleih. Laut Bürgermeister Desel seien jedoch Eigennutzung und Verleih nicht zu trennen. Der Landkreis übernehme die Verwaltung der Fahrzeuge und die durch die Nutzung entstehenden Aufgaben, etwa die Abwicklung von Versicherungsfällen; die Gemeinde übernehme die Abgabe und Zurücknahme der Fahrzeuge beim gebührenpflichtigen Verleih. Die Vollkaskoversicherungskosten, GEZ-Gebühren sowie allgemeine Kosten wie Zulassung übernehme der Landkreis. Am Ende beschloss der Gemeinderat mit 18:3 die Anschaffung eines E-Mobils über den Landkreis. red